Die palliativmedizinische Versorgung von Patienten mit fortgeschrittener Multipler Sklerose (MS) fand bisher wenig Beachtung, rückt jedoch mit der neuen Leitlinie der European Academy of Neurology zur Palliativbehandlung der MS zunehmend ins Bewusstsein. In Deutschland gibt es bisher nur wenige Angebote zur MS-Palliativbehandlung und spezifische Versorgungsstrukturen fehlen weitgehend. An der Marianne-Strauß-Klinik wurde ein Konzept zur Neuropalliativbehandlung schwer betroffener MS-Patienten entwickelt. Dieses ist interdisziplinär und multimodal aufgebaut und zielt auf den Erhalt von Lebensqualität, Partizipation und selbstbestimmtem Leben.
Weitere Beiträge zu diesem Thema

Akupunktur zur Migräne-Prophylaxe: Es fehlen Nachweise
Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) untersuchte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) den Nutzen einer manuellen Akupunktur zur Migräneprophylaxe bei Erwachsenen im Vergleich zu einer medikamentösen Prophylaxe. In einem zweiten Vergleich wurde geprüft, ob für Menschen, die keine Prophylaxe-Medikamente einnehmen können, Akupunktur besser ist als keine Prophylaxe.

Parkinson-Kongress 2026: Bewegung durch rhythmische Afferenz
Der Parkinson-Kongress 2026 stellte die systemische Bewegungssteuerung in den Fokus. DPA Med knüpft daran mit einer nicht-invasiven, robotikgestützten Therapie an, die rhythmische Reize zur Bewegungsorganisation nutzt.

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Alter
Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS ) hat eine Prävalenz von 3,0 % [1, 2] und ist damit eine häufige Störung im psychiatrischen Fachgebiet. Umso erstaunlicher, dass es bisher eine Unterversorgung in der Diagnostik und Behandlung der ADHS im Erwachsenenalter gibt.
