Onkologie » Gastrointestinale Tumoren » Darmkrebs

»

Die multimodale Therapie des Rektumkarzinoms

Die multimodale Therapie des Rektumkarzinoms

News

Onkologie

Gastrointestinale Tumoren

Darmkrebs

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Über die Jahrzehnte hinweg hat sich die Therapie des lokal fortgeschrittenen Rektumkarzinoms von der ausschließlich operativen Behandlung hin zu einer modernen multimodalen Therapie entwickelt. Die kontinuierlich verbesserte Prognose dieser Patienten ist Ausdruck der Fortschritte in allen Bereichen der Medizin, zu der Verbesserungen in der chirurgischen Technik neben der modernen Bestrahlungstechnologie und der Chemotherapie einen entscheidenden Beitrag geleistet haben. Die totale mesorektale Exzision (TME) stellt dabei den Goldstandard der chirurgischen Therapie dar.

Zukünftige Perspektiven beinhalten eine weitere Optimierung der multimodalen Therapieansätze und die Entwicklung von individuell zugeschnittenen Behandlungsstrategien. Solche individuellen Konzepte können letztlich zum Sphinktererhalt und zum Organerhalt beitragen, was aus Patientenperspektive eine hohe Akzeptanz hat. Störungen des komplexen anorektalen Funktionsgefüges mit resultierender Kontinenz- und Entleerungsstörung unterschiedlichster Ausprägung sind ein häufig beobachtetes und für die Patienten belastendes Problem, dass sowohl als Folge der Operation des Rektums, als auch der Stahlen- und Chemotherapie auftreten kann und zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität führt.

Die chirurgische Therapie des Rektumkarzinoms bleibt jedoch nach wie vor die entscheidende Therapiemodalität, an der sich alle anderen Verfahren messen müssen. Um moderne Therapiekonzepte wie die TNT und ein intendierter Organerhalt abschließend beurteilen zu können, ist ein flächendeckender Einschluss in Studien dringend erforderlich. Nur dadurch ist eine umfassende Bewertung möglich.


Bildquelle: Eigene Darstellung/MRT-Aufnahme, entnommen aus: Langheinrich MC, Kersting S, Weber K. Die multimodale Therapie des Rektumkarzinoms. onkologie heute 6/2023, S. 16.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

portraet eines maennlichen onkologen im anzug in einem klinikflur

Prof. Florian Lordick wird Präsident der ESMO

Berufspolitik

Prof. Dr. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums Leipzig, wurde zum Präsidenten der European Society for Medical Oncology für die Amtszeit 2029–2030 gewählt.

Onkologie

Sonstiges

Beitrag lesen

In vivo CAR-T-Zelltherapie bei B-Zell-Lymphomen

Kongressberichte

Die CAR-T-Zelltherapie geht in die nächste Runde. Patienteneigene T-Zellen werden in Zukunft möglicherweise in vivo umprogrammiert. Beim EHA wurde eine Phase-1-Studie beim rezidivierten/refraktären B-Zell-Non Hodgkin-Lymphom vorgestellt.

Onkologie

Hämatoonkologie

Lymphome

Beitrag lesen
Mikroskopische Aufnahme von Zellen des multiplen Myeloms, dargestellt in einer Färbung zur Identifikation von Zellstrukturen.

Neue Daten zu Ciltacabtagen Autoleucel aus der CARTITUDE-4-Studie

Kongressberichte

In der Wartezeit vor Gabe von Ciltacabtagen Autoleucel sollte laut einer spezifizierten Analyse der CARTITUDE-4-Daten beim Lenalidomid-refraktären multiplen Myelom eine Brückentherapie erfolgen, um die Ergebnisse der CAR-T-Zelltherapie zu optimieren.

Onkologie

Hämatoonkologie

Multiples Myelom

Beitrag lesen