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Life Sciences Bridge Award: Auszeichnung für Spitzenleistungen in Onkologie und Virologie

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Life Sciences Bridge Award: Auszeichnung für Spitzenleistungen in Onkologie und Virologie

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Erschienen in: onkologie heute

Der höchstdotierte deutsche Nachwuchspreis im Bereich der Lebenswissenschaften wird im Rahmen eines Festaktes im Holzhausenschlösschen in Frankfurt am Main verliehen. Mit je 100.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet werden eine Kinderärztin, eine Virologin und ein Neuroonkologe, die mit bedeutenden Leistungen in der Krebs- und HIV-Forschung auf sich aufmerksam gemacht haben. Der Life Sciences Bridge Award soll es den Preisträger*innen erleichtern, eine unbefristete Professur zu erlangen.

Mit ihrem Life Sciences Bridge Award verfolgt die Aventis Foundation das Ziel, Forschenden in den Lebenswissenschaften frühzeitig ein selbstständiges wissenschaftliches Arbeiten zu ermöglichen und sie in der Umsetzung auch unkonventioneller Ideen zu bestärken. Um den Preis bewerben konnten sich wieder Wissenschaftler*innen von den deutschen Universitäten, deren Forschungsleistung auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften gemäß dem Ranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft am größten ist. Durch diese Fokussierung sollen die universitäre Spitzenforschung in Deutschland gefördert und besonders begabte Nachwuchskräfte ermutigt werden, trotz ungewisser Zukunftsaussichten an einer akademischen Karriere festzuhalten.

Auf ihrem Weg zu einer unbefristeten Professur haben die Preisträger*innen dieses Jahres bereits große Schritte gemacht:

Dr. med. Judith Feucht (41) hat als Post-Doc am Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York (2015 bis 2020) bedeutende Leistungen zur Weiterentwicklung von CAR-T-Zelltherapien erbracht. Sie hat eine modifizierte Form von chimärischen Antigenrezeptoren (CAR) erfunden, die die Kondition von CAR-T-Zellen stärkt und sie möglicherweise auch gegen solide Tumore wirksam machen wird. Therapien damit werden klinisch bereits geprüft. Bislang sind CAR-T-Zellen gegen bestimmte Blutkrebsarten zwar oft sehr effektiv, verlieren in vielen Fällen aber zu schnell ihre Wirksamkeit. Auch die Entwicklung von CAR-T-Zelltherapien gegen altersbedingte Erkrankungen treibt die Kinderärztin Judith Feucht seit ihrer Rückkehr an die Universität Tübingen voran. Dort forscht sie in Deutschlands einzigem onkologischen Exzellenzcluster iFIT und hat eine befristete W2-Professur für zelluläre Immuntherapien gegen Krebs inne.

Dr. rer. nat. Frauke Mücksch (36) verfolgt das Ziel, Menschen mit HIV-Infektionen wieder ganz gesund zu machen. HIV-Infektionen sind dank hochwirksamer Medikamente zu einer chronischen Krankheit geworden. Sie haben ihren einst tödlichen Schrecken verloren. Sie verursachen aber noch immer viel Leid und bleiben unheilbar, weil sich ein Teil der HI-Viren vorübergehend inaktiv im Genom der Wirtszellen versteckt. Mit ihrer Forschungsgruppe am Universitätsklinikum Heidelberg verfolgt Frauke Mücksch die Spur dieser „Schläfer“ und ist ihnen bereits dicht auf den Fersen. Schon als Doktorandin hatte sich die Humanbiologin dort auf das HI-Virus spezialisiert. Als Post-Doc an der Rockefeller University in New York wurde sie vom Ausbruch der Pandemie überrascht. Vorübergehend verlagerte sie deshalb ihren Arbeitsschwerpunkt und leistete dabei herausragende Beiträge zum Verständnis der Antikörperantworten auf SARS-CoV-2.

Dr. med. Dr. rer. nat. Varun Venkataramani (35) hat während seiner medizinischen Doktorarbeit am Universitätsklinikum Heidelberg eine Entdeckung gemacht, mit der er zum Mitbegründer des Forschungsfeldes Cancer Neuroscience wurde und ungeahnte Perspektiven für die Behandlung von Gehirntumoren eröffnete. Venkataramani entdeckte, dass Tumorzellen Synapsen mit Nervenzellen des Gehirns ausbilden. Dadurch greifen sie elektrische Impulse ab, die ihre Teilung fördern und ihre Ausbreitung beschleunigen. Zusammen mit seinen Mentoren und Mitarbeitern hat der Arzt und Forscher diese Entdeckung im Lauf der vergangenen zehn Jahre validiert und vertieft. Dabei entlarvte er auch den Trick der Tumorzellen, sich bei ihrer Ausbreitung wie unreife Nervenzellen während der Gehirnentwicklung zu verhalten. Der therapeutische Ansatz, den Tumor vom Stromnetz zu nehmen, um sein Wachstum zu stoppen, wird bereits erprobt.

„Die drei Ausgezeichneten haben schon in ihrer bisherigen Karriere Erfindungsreichtum, Entschlossenheit und Entdeckerfreude bewiesen“, sagte Prof. Dr. Günther Wess, der Kuratoriumsvorsitzende der Aventis Foundation. „Mit dem Life Sciences Bridge Award wollen wir dazu beitragen, dass sie ihren erfolgreichen Weg fortsetzen und ihre Forschungsansätze in der universitären Wissenschaft verwirklichen können.“

Quelle: Pressemitteilung von Aventis Foundation vom 26.09.2025

Bildquelle: ©kasto – Adobe Stock






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