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Mammakarzinom außerhalb des Screenings: Häufiger fortgeschrittene Stadien  

3D-Darstellung einer weiblichen Brust mit hervorgehobener Tumorregion, symbolisiert durch eine rote Markierung

Mammakarzinom außerhalb des Screenings: Häufiger fortgeschrittene Stadien  

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Mammakarzinom

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Erschienen in: onkologie heute

Das deutsche Mammographie-Screeningprogramm ist seit vielen Jahren etabliert und trägt nachweislich zur Reduktion der Brustkrebssterblichkeit bei. Dennoch liegt die Teilnahmerate bei Erstuntersuchungen laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung weiterhin unter 50 %. Ein erheblicher Anteil an Mammakarzinomen wird somit außerhalb des Programms diagnostiziert. Ziel der vorliegenden Analyse war die Charakterisierung der Patientinnen, die die Diagnose eines Mammakarzinoms außerhalb des Screenings erhielten. 

In einer retrospektiven Auswertung wurden alle Patientinnen im Alter von 50 bis 69 Jahren identifiziert, bei denen zwischen 2018 und 2024 in einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung ein Mammakarzinom diagnostiziert wurde. Ausgewertet wurden Alter, Tumorstadium bei Erstdiagnose, Lymphknotenstatus sowie Angaben zur Teilnahme am Screeningprogramm anhand der elektronischen Patientenakte. 

Von insgesamt 149 Patientinnen wurden 92 (61,7 %) außerhalb des Screeningprogramms diagnostiziert. Davon hatten 40 Patientinnen den Tumor selbst getastet, bei weiteren 32 wurde dieser im Rahmen einer gynäkologischen Tastuntersuchung festgestellt. In dieser Gruppe zeigten sich fortgeschrittene Tumorstadien: 28,2 % wiesen bereits axilläre Lymphknotenmetastasen auf, 56,5 % befanden sich im T2-Stadium oder höher, und 19,6 % waren zum Diagnosezeitpunkt bereits primär metastasiert. Zum Vergleich: Im Screeningjahr 2020 wurden 78,7 % der Tumoren in UICC-Stadium 0 oder I erkannt, bei nur 14,8 % lag ein Lymphknotenbefall vor. Bundesweit liegt der Anteil primär metastasierter Fälle bei ca. 4 %.  Fazit der Studienautor*innen: Die Diagnose eines Mammakarzinoms außerhalb des Screeningprogramms geht mit signifikant fortgeschritteneren Tumorstadien einher, einschließlich einer höheren Metastasierungs- und Lymphknotenbefallsrate. Trotz der etablierten Früherkennungsstrukturen besteht daher weiterhin ein dringender Aufklärungsbedarf hinsichtlich der Vorteile der regelmäßigen Screeningteilnahme, insbesondere für bislang nicht teilnehmende Frauen. 

Dr. Katrina Recker

Quelle: Fervers L et al. Mammakarzinom-Charakteristika in einer Non-Screening Population. Abstract #18; Senologie 2025

Bilderquelle: ©Lars Neumann – Adobe Stock

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