Onkologie » Versorgungsforschung

»

ONCOnnect: Vernetzte Kompetenz

© ONCOnnect

ONCOnnect: Vernetzte Kompetenz

News

Onkologie

Versorgungsforschung

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Im Verbundprojekt ONCOnnect der Deutschen Krebshilfe sollen Onkologische Spitzenzentren (Comprehensive Cancer Center, CCC) stärker mit regionalen Kliniken sowie Fach- und Hausärzten vernetzt werden. Ziel ist eine flächendeckend hohe Versorgungsqualität für Krebspatienten. Dafür wurden 13,8 Millionen Euro bereitgestellt.

In den CCC, die von der Deutschen Krebshilfe initiiert sind, werden Krebspatienten spitzenmäßig versorgt. Aber wie sieht es in der Peripherie aus? Längst nicht alle Betroffenen können  in diesen Spitzenzentren betreut werden – schon gar nicht langfristig. Auch regionale Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte sind maßgeblich in die Versorgung onkologischer Patienten eingebunden.

Das Ziel: flächendeckende Versorgung auf hohem Niveau

Um eine flächendeckend gute Betreuung zu gewährleisten, ist Kompetenz auf breiter Front erforderlich. Die Deutsche Krebshilfe hat deshalb das Verbundprojekt ONCOnnect gestartet, das Krebszentren stärker mit regionalen Krankenhäusern sowie ambulanten Versorgungsstrukturen (Fach- und Hausarztpraxen, Therapieeinrichtungen) vernetzen soll. Bereits bestehende Netzwerke zwischen den 15 CCCs und der Peripherie sollen strukturiert ausgebaut werden. Das gilt vor allem für den ländlichen Bereich, wo die Versorgung von Krebspatienten oft noch unzureichend ist.

Federführend ist das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Frankfurt-Marburg. Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt, erklärt: „Die Universitätsmedizin übernimmt eine wesentliche koordinierende Rolle in der onkologischen Versorgung, um eine hohe Behandlungsqualität in der Spitze und in der Fläche zu erreichen.“ ONCOnnect könne beispielgebend auch für andere medizinische Disziplinen sein in dem Bemühen, flächendeckend eine hohe Qualität der Patientenversorgung sicher zu stellen. Angestrebt werde, dass künftig Patienten auch außerhalb eines CCC – in regionalen Krankenhäusern und Praxen – einen besseren Zugang zu innovativen Krebstherapien, klinischen Studien und Supportivangeboten erhalten, ergänzt ONCOnnect-Sprecher Prof. Dr. Christian Brandts, UCT Frankfurt-Marburg.

Innerhalb einer Projektlaufzeit von drei Jahren sollen patientenzentrierte Best-Practice-Modelle in fünf Handlungsfeldern entwickelt werden: Prävention und Früherkennung, Patientenbeteiligung, Klinische Studien, Qualitätssicherung und Digitalisierung. Anschließend werden diese Konzepte auf alle ONCOnnect-Standorte und ihre Netzwerke übertragen. Um den Wissenstransfer sowie die konkrete Zusammenarbeit zwischen Zentren und Peripherie auch langfristig zu sichern, ist ein Projektmanagement vorgesehen, das die ONCOnnect-Aktivitäten deutschlandweit koordiniert. Das Verbundprojekt wird durch die Stiftung Deutsche Krebshilfe bis zum Jahr 2027 mit insgesamt 13,8 Millionen Euro gefördert.

Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Krebshilfe vom 5.7.2024

Bilderquelle: © ONCOnnect

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Mikroskopische Aufnahme von Zellen des multiplen Myeloms, dargestellt in einer Färbung zur Identifikation von Zellstrukturen.

Neue Daten zu Ciltacabtagen Autoleucel aus der CARTITUDE-4-Studie

Kongressberichte

In der Wartezeit vor Gabe von Ciltacabtagen Autoleucel sollte laut einer spezifizierten Analyse der CARTITUDE-4-Daten beim Lenalidomid-refraktären multiplen Myelom eine Brückentherapie erfolgen, um die Ergebnisse der CAR-T-Zelltherapie zu optimieren.

Onkologie

Hämatoonkologie

Multiples Myelom

Beitrag lesen
hautausschlag mit roetungen an der schulter als symbolbild fuer das vexa-syndrom

VEXAS-Syndrom und Krebs: Nur die Spitze des Eisbergs?

Fachartikel

Chronische Entzündungen spielen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Krebs und tragen Schätzungen zufolge zu bis zu einem Viertel aller bösartigen Tumoren bei.

Onkologie

Hämatologie

Beitrag lesen
grafische darstellung von lungen mit mehreren farbig markierten tumorherden bei lungenkrebs

Stoffwechsel-Molekül Itaconat eröffnet neue Wege gegen Lungenkrebs

News

Gießener Forschende zeigen, dass das Molekül Itaconat Immunzellen umprogrammieren, Tumorzellen direkt angreifen und Lungenkrebswachstum stoppen kann und bremst so das Wachstum von Lungenkrebs in Mausmodellen und menschlichem Gewebe.

Onkologie

Lungenkarzinom

Beitrag lesen