Bis vor wenigen Jahren war die Prognose von Patienten mit fortgeschrittenem, metastasiertem Melanom sehr schlecht. Die Behandlung mit Immuntherapie hat die Prognose dieser oftmals auch jüngeren Patienten deutlich verbessert und bietet erfreulicherweise auch häufig ein langfristiges Ansprechen. Bei Vorliegen einer BRAF-Mutation kann bei einer Resistenz auf die Kombinationsimmuntherapie mit PD-1- und CTLA-4-blockierenden Antikörpern eine molekulare, zielgerichtete Therapie mit BRAF- und MEK-Inhibitoren erfolgen, wobei es hier sehr häufig ebenfalls zu einer Resistenzentwicklung kommt. Die Prognose ist hier eher schlecht, so dass ein großer „medical need“ für andere, neue Therapien besteht.
Weitere Beiträge zu diesem Thema

Neue Schwachstelle in aggressivem Blutkrebs entdeckt
Kölner Forschende haben gezeigt, dass das Protein cFLIP Lymphomzellen vor dem Zelltod schützt. Wird es gezielt ausgeschaltet, könnten selbst therapieresistente DLBCL-Formen behandelbar werden.

Intensivierte Erstlinien-Erhaltung beim mUC im Kontext neuer Therapiesequenzen
Die Therapielandschaft beim fortgeschrittenen Urothelkarzinom befindet sich im Wandel. Mit zunehmender Etablierung von ADC-Immuntherapie-Kombinationen in der Erstlinie stellt sich die Frage nach der Rolle und Ausgestaltung der Erhaltungstherapie neu.

Wie myeloische Leukämie bei Kindern mit Down-Syndrom entsteht
Kinder mit Down-Syndrom haben ein 150-fach erhöhtes Risiko, an myeloischer Leukämie zu erkranken. Ein internationales Forschungsteam der Goethe-Universität Frankfurt, des Wellcome Sanger Institute und des Great Ormond Street Hospital hat nun erstmals die molekularen Schritte der Krebsentstehung nachgezeichnet, und mit dem Protein GATA1 einen vielversprechenden Ansatzpunkt für künftige Therapien identifiziert.
