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Zweigleisig bei Metastasen im Peritoneum

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Zweigleisig bei Metastasen im Peritoneum

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Erschienen in: onkologie heute

Patienten mit Magenkarzinom und Metastasen im Peritoneum profitieren von einer normothermischen intraperitonealen Chemotherapie mit Paclitaxel. Das bestätigt eine chinesische Phase-III-Studie, die im Januar beim ASCO Gastrointestinal Cancers Symposium in San Francisco vorgestellt wurde.

Eine Barriere aus Kollagenfasern verhindert, dass sich im Peritoneum bei systemischer Gabe ausreichend hohe Wirkstoffkonzentrationen aufbauen können. Entsprechend begrenzt sind die Therapieerfolge beim Magenkarzinom mit peritonealen Metastasen. Diese sind der häufigste Grund für Therapieversagen und mit einem hohen Rezidivrisiko sowie einer geringen Lebenserwartung verknüpft. Ein Ausweg kann die Spülung des Peritoneums mit einem Zytostatikums sein.

Überlebenszeit signifikant verlängert

In der beim ASCO GI präsentierten, randomisierten Phase-III-Studie DRAGON-01 wurde die Wirksamkeit einer normothermischen, intraperitonealen Chemotherapie (NIPEC) geprüft, bei der das Chemotherapeutikum – im Unterschied zur hyperthermen HIPEC – nicht vorher erhitzt wird. 238 Patienten mit Magenkarzinomen und ausschließlich peritonealen Metastasen wurden im Verhältnis 2:1 randomisiert zwei Gruppen zugeteilt: 158 Patienten erhielten eine S-1-Chemotherapie (orale Fixkombination aus Tegafur/Gimeracil/Oteracil) und zusätzlich eine bidirektionale Paclitaxel-Therapie intravenös und intraperitoneal. Die Kontrollgruppe wurde mit S-1-Chemotherapie und Paclitaxel intravenös behandelt.

Die Patienten profitierten deutlich von der bidirektionalen Paclitaxel-Therapie. In der NIPEC-Gruppe konnte bei 50,7 % der Patienten eine – mit einem klaren Überlebensvorteil verbundene – Konversions-OP durchgeführt werden, während dies im Kontrollarm nur in 35,1 % der Fälle möglich war. Eine R0-Resektion gelang bei 35,5 % versus 20,9 % der Patienten. Das mediane Gesamtüberleben (OS) betrug in der NIPEC-Gruppe 19,4 Monate im Vergleich zu 13,9 Monaten bei alleiniger i.v.-Gabe von Paclitaxel. Nach zwei Jahren lebten im NIPEC-Arm 37,2 % der Patienten und im Kontrollarm 20,3 %. Die Toxizität sei in beiden Studienarmen vergleichbar und gut zu handeln gewesen.

Quelle: Yan Ch: „Intraperitoneal and intravenous paclitaxel plus S-1 versus intravenous paclitaxel plus S-1 in gastric cancer patients with peritoneal metastasis: Results from the multicenter, randomized, phase 3 DRAGON-01 trial“, ASCO Gastrointestinal Cancers Symposium 2025

Bilderquelle: © Sebastian Kaulitzki – stock.adobe.com

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