Urologie » Berufspolitik

»

BvDU befürwortet Strukturen gegen Diskriminierung und Übergriffigkeit

Aggressiver Konflikt zwischen Patient und Arzt als Symbol fuer Diskriminierung und Uebergriffigkeit im Gesundheitswesen

Quelle: Für niederschwellige Beratung und Meldestrukturen gegen Übergriffigkeit im Gesundheitswesen macht sich der BvDU stark. © Halfpoint - stock.adobe.com

BvDU befürwortet Strukturen gegen Diskriminierung und Übergriffigkeit

Berufspolitik

Urologie

Berufspolitik

mgo medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: UroForum

Der Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU) bekräftigt anlässlich der aktuellen Berichte zu entsprechenden Vorfällen – auch auf dem Deutschen Ärztetag – seine klare Haltung für ein respektvolles, diskriminierungsfreies und sicheres Arbeitsumfeld im gesamten Gesundheitswesen.

Diskriminierung, übergriffige Handlungen sowie jede Form von Grenzüberschreitung gegenüber Kolleginnen und Kollegen seien laut BvDU mit den Grundwerten des ärztlichen Berufs unvereinbar. Der Vorstand des Berufsverbands setzt sich daher für eine Kultur des gegenseitigen Respekts, der Wertschätzung und der professionellen Verantwortung ein. „Respektvoller Umgang darf keine Frage von Geschlecht, Herkunft, Religion, persönlicher Identität oder Hierarchie sein. Persönliche Grenzen und die Würde jedes Menschen müssen im medizinischen Alltag selbstverständlich geachtet werden.“

Gerade die Urologie als modernes und zunehmend vielfältiges Fachgebiet trage Verantwortung dafür, ein Arbeitsumfeld zu fördern, das von Offenheit, Fairness und gegenseitigem Vertrauen geprägt sei. Der Berufsverband sieht es als gemeinsame Aufgabe der Ärzteschaft als Ganzes, diskriminierende Strukturen, stereotype Rollenbilder und unangemessenes Verhalten klar zu benennen und ihnen konsequent entgegenzutreten. „Professionelles ärztliches Handeln umfasst neben fachlicher Kompetenz immer auch respektvolle Kommunikation und den Schutz persönlicher Integrität. Eine Kultur der Aufmerksamkeit, des verantwortungsvollen Miteinanders und der gegenseitigen Achtung ist unverzichtbar,“ so der BvDU-Vorstand.

Der Berufsverband ermutigt Betroffene ausdrücklich, persönliche Grenzen klar zu benennen und unangemessenes Verhalten nicht hinzunehmen. Bestehende gesetzliche Regelungen – insbesondere das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sowie das Hinweisgeberschutzgesetz – bilden hierfür einen wichtigen Rahmen. Auf dieser Grundlage tragen niedrigschwellige Beratungs- und Meldestrukturen sowie transparente Verfahren dazu bei, Vertrauen und Handlungssicherheit zu stärken.

Quelle: Berufsverband der Deutschen Urologie (BvDU)

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Arzt in OP-Kleidung bereitet eine endoskopische Untersuchung fuer die BALDIKA-Studie vor

BALDIKA-Studie gestartet

News

Die BALDIKA-Studie untersucht, ob ein medikamentenbeschichteter Ballondilatationskatheter (DCB, u. a. mit Paclitaxel) bei kurzstreckigen Rezidivstrikturen der anterioren Harnröhre besser wirkt als der heutige Standard, die Urethrotomia Interna. 456 Männer werden randomisiert und verblindet behandelt, mit einjährigem Follow-up – Rekrutierung läuft seit März 2026.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Aelterer Mann im gespraech mit Aerztin ueber seinen individuellen Testosteron Wohlfuehlwert

„Jeder Mann hat seinen individuellen Testosteron-Wohlfühlwert”

Fachartikel

Testosteronmangel hat viele Gesichter – von Libido- und Antriebverlust bis zu Schlafstörungen, depressiver Stimmung und erektiler Dysfunktion. Prof. Dr. Frank Sommer erklärt im Interview, warum starre Grenzwerte oft wenig aussagen und weshalb jeder Mann einen individuellen Testosteron-„Wohlfühlwert“ haben kann. Für die Praxis heißt das: Therapieintervalle personalisieren.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
In die Hoehe gereckte Haende mit medizinischen Handschuhen vor blauem Himmel als Symbol fuer Forderungen des medizinischen Personals waehrend Gesundheitsminister ueber das GKV-Gesetz sprechen

Gesundheitsminister des Bundes und der Länder sprechen heute über GKV-Gesetz

Berufspolitik

Vor der heute beginnenden Gesundheitsminister-Konferenz des Bundes und der Länder wächst der Widerstand in der ambulanten Versorgung und in den Krankenhäusern gegen das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. So plant der.di heute in Hannover eine Kundgebung.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen