Prof. Dr. Georgios Gakis hat am 1. April 2023 die Professur für Urologie an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) angetreten. Mit der Berufung ist auch die Leitung der Universitätsklinik und Poliklinik für Urologie der Universitätsmedizin Halle verbunden. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Paolo Fornara an, der in den Ruhestand gegangen ist.

Prof. Dr. Georgios Gakis hat in Tübingen studiert und promovierte im Jahr 2006. Seit 2011 ist er Facharzt der Urologie und Fellow des European Board of Urology (FEBU). Er habilitierte sich 2014 und erlangte 2018 die Zusatzbezeichnung „Medikamentöse Tumortherapie“. Vor seiner Berufung war er am Uniklinikum Würzburg als leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Urologie und Kinderurologie und als Bereichsleiter für roboterassistierte laparoskopische Operationen tätig.
„Die Schwerpunkte der Urologie erfordern eine enge Zusammenarbeit mit angrenzenden Fachdisziplinen wie der Nephrologie, Onkologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Neurologie, Gynäkologie und vielen anderen mehr. In meiner Studienzeit begeisterte mich ein sehr talentierter Dozent für das Fach, weil er die Vielseitigkeit und die klinischen Aspekte so fesselnd beschreiben konnte“, erinnert sich der 43-Jährige.
„Bedingt durch die demographische Entwicklung wird explizit die Versorgung neuro-urologischer Erkrankungen im Alter, wie die verschiedenen Formen der Inkontinenz und Blasenentleerungsstörung, zukünftig zunehmen. Hier will ich zusammen mit meinem Team einen besonderen Schwerpunkt setzen“, erklärt Gakis. Als Professor für Urologie an der Universitätsmedizin Halle sieht er es als seine Aufgabe an, bestehende operative und medikamentöse Behandlungsansätze weiterzuentwickeln und neue zu etablieren.
Prof. Gakis nutzt roboterassistierte laparoskopische Operationstechniken für die Behandlung von bösartigen Tumorerkrankungen der Prostata, Nieren und Blase. Zu seinem Repetoire gehören aber auch moderne rekonstruktive Operationen, wie die Bildung von Ersatzblasen. Zudem ist er aktiv an der Entwicklung nationaler und internationaler Leitlinien zur Früherkennung, Diagnose und Therapie urologischer Tumorerkrankungen, insbesondere des Harnblasen- und Harnröhrenkarzinoms, beteiligt.
Quelle: Universitätsklinikum Halle (Saale) (>>zur vollständigen Pressemitteilung)



