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Runkels UroSkop: Paul-Mellin-Preise 2023 der NRW-Urologen gingen an Dr. Moritz Reike und Dr. Philipp Krausewitz

Paul-Mellin-Preise 2023

Runkels UroSkop: Paul-Mellin-Preise 2023 der NRW-Urologen gingen an Dr. Moritz Reike und Dr. Philipp Krausewitz

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Erschienen in: UroForum

Der traditionelle Beginn der urologischen Frühjahrssaison ist der nordrhein-westfälische Urologen-Kongress, der in der vergangenen Woche in der Essener Gruga stattfand. Über gut 700 Teilnehmer durften sich die Präsidenten des 68. NRW-Urologen-Kongresses im Congress-Center Essen-Ost freuen, der am Freitagnachmittag zu Ende ging. Prof. Martin Friedrich, Helios Klinikum Krefeld, und Dr. Michael Stephan-Odenthal, Urologie Rhein-Berg Leverkusen, leiteten einen lebhaften Post-Pandemie-Kongress mit den Schwerpunkten Onkologie, Steintherapie, Benignes Prostatasyndrom und Kinder- und Jugendurologie.

Paul-Mellin-Preise 2023
Die Kongresspräsidenten Prof. Martin Friedrich (l.) und Dr. Michael Stephan-Odenthal (r.) mit den beiden Paul-Mellin-Preisträgern Dr. Philipp Krausewitz aus Bonn (2.v.l.) und Dr. Moritz Reike aus Herne (2.v.r.) (Foto © Runkel)

Der Paul-Mellin-Preis geht in diesem Jahr an Dr. Philipp Krausewitz aus Bonn für eine Arbeit zur DEPROMP-Studie. Seine Frage lautet: „Lohnt sich der PSMA-PET/CT-Einsatz schon im Rahmen der Prostata-Stanzbiopsie?“ Mit dem Blasenkarzinom befasste sich der zweite Preisträger Dr. Moritz Reike aus Herne, der über folgendes Thema referierte: „Proteomic Profiling of Muscle Invasive Bladder Cancer Treated with Neoadjuvant Chemotherapy Reveals Unique Biologic Clusters with Clinical Relevance“.

Der berufspolitische Schwerpunkt des Kongresses war die Krankenhauspolitik. Alexander Holubars, Geschäftsführer des Klinikums Krefeld mit 70.000 stationären Fällen, darunter 4.300 in der Urologie (2019) referierte über Konsequenzen aus dem Krankenhausplan NRW. Zwei Kernaussagen seines Vortrags lauteten: „Die Urologie ist weniger betroffen als andere Fachgebiete. Das Modell NRW sticht das Modell Bund.“

Prof. Björn Volkmer, Urologie-Chefarzt in Kassel und Experte für Fragen der DRG-Abrechnung sowie der Krankenhauspolitik, fragte: „Was wird aus den Krankenhäusern, wenn wir alles ambulant operieren?“ Eine umfassende Ambulantisierung des operativen Geschehens hält Prof. Volkmer für unrealistisch, weil jeder zweite Fall bis zu drei Tage als Notfall in der Klinik behandelt wird und alle Fälle ab vier Tagen ohnehin nicht ambulant behandelt werden können. Sein Fazit: „Kliniken, die bisher schon ihr AOP-Potenzial maximal nutzen, haben gute Chancen, sich auch bei einer Erweiterung des AOP-Katalogs zu behaupten. Eine Kostendeckung der AOP-Erweiterung wird Grundvoraussetzung sein. Bei all dem fehlt ein Modell zur Berücksichtigung der Ausbildung.“

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