50-90% – so hoch ist die Quote der Asthma- und COPD-Patienten, die mindestens einen Fehler bei der Anwendung ihres Inhalators begehen. Je nach Inhalatortyp können es sogar bis zu 94% sein. Neben allgemeinen Fehlern wie das falsche Aufrecht-Halten des Geräts oder das Vergessen des Schüttelns vor Gebrauch, wurden am häufigsten kritische Fehler wie schlechte Koordination, unzureichendesAusatmen vor der Inhalation und die falsche Einatmungsgeschwindigkeit dokumentiert, wodurch die Lunge kaum oder gar kein Medikament erreicht. Diese Fehler korrelieren mit häufigeren Exazerbationen, einer schlechteren Symptomkontrolle und einer erhöhten Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. Trotz Weiterentwicklung der Geräte und Aufklärungsmaßnahmen bestehen diese anhaltend hohen Anwendungsfehler seit vier Jahrzehnten nahezu unverändert fort. Mangelnde Standardisierung und systemische Schulungsdefizite schränken langfristige Verbesserungen ein.
Das sind die Ergebnisse einer Übersichtsarbeit, in der die weltweiten Studien zu Prävalenz, Klassifizierung und klinischen Auswirkungen des falschen Gebrauchs von Inhalatoren über mehr als 40 Jahre hinweg bewertet wurden. Die berücksichtigten Studien untersuchten die Inhalationstechnik, Fehlerquoten, Ergebnisse und Interventionen bei Asthma- und COPD-Patienten. Die vergleichende Analyse erfolgte nach Gerätetyp, Population und Interventionskategorie.
Quelle: Udgiri R et aal. ScienceDirect 2025; 3:101170. DOI:10.1016/j.nexres.2025.101170



