Allgemeinmedizin » Sonstiges

»

Berührungsfreie Diagnose: Krankheiten künftig am Geruch erkennen

Berührungsfreie Diagnose: Krankheiten künftig am Geruch erkennen

News

Allgemeinmedizin

Sonstiges

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Wer krank ist, riecht anders. Ein gesunder menschlicher Körper gibt mit seiner Bakterienflora fortwährend Moleküle in seine Umgebung ab. Im Krankheitsfall produzieren sowohl der körpereigene als auch der bakterielle Stoffwechsel andere chemische Verbindungen. Bei jeder Infektion oder Abwehrreaktion des Körpers entsteht eine charakteristische Entzündungsreaktion; Geruchsstoffe werden ausgeatmet oder treten mit dem Schweiß aus. Die Geruchs-Muster von Infektionen sind dabei so individuell wie Fingerabdrücke.

Homburger Forscher haben es sich zur Aufgabe gemacht, bei Kindern Krankheiten wie Mukoviszidose oder COVID am Geruch zu erkennen, ohne Blut abzunehmen, ohne Abstrich und ohne jede Art von Berührung. Sie nutzen dazu mobile Gassensorik-Messgeräte, die sie darauf trainierten, diese Geruchs-Muster in der Umgebungsluft ausfindig zu machen.

Den Wissenschaftlern ist es bereits gelungen, „Smellprints“ der Geruchsstoffe von mehreren Krankheiten mit Hilfe der Messgeräte zu erfassen. Zudem konnten sie auch bereits Bakterien wie Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa, Burkholderia cepacia complex oder Stenotrophomonas maltophilia. anhand der freigesetzten Stoffwechselprodukte voneinander unterscheiden.

Quelle: Pressemitteilung Universität des Saarlandes

Bildquelle:© Andrey Popov – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Nahaufnahme einer Frau, die gerade einen Nasenspray verwendet.

Adrenalin zur Behandlung der Anaphylaxie

Fachartikel

Bei einer anaphylaktischen Reaktion ist die frühzeitige Applikation von Adrenalin lebensnotwendig. In diesem Beitrag werden die Zulassungsdaten für das neue intranasal zu applizierende Adrenalinprodukt näher diskutiert.

Allgemeinmedizin

Haut und Allergie

Beitrag lesen
Auf diesem Foto sieht man eine junge Ärztin, die einen implantierbaren Kardioverter-Defibrillator an die Brust einer älteren Dame hält.

Welche Personen mit Kardiomyopathie brauchen wann einen ICD?

Fachartikel

Es wird ein Überblick zu aktuellen Leitlinienempfehlungen, laufenden klinische Studien und neuen Entwicklungen zur Indikationsstellung für implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren bei Kardiomyopathien gegeben.

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

Beitrag lesen
Auf einem Klemmbrett mit rotem Kreuz sieht man eine Checkliste, die von einer Person in einem weißen Kittel abgehakt wurde.

OP-Freigabe aus kardiopulmonaler Sicht

Fachartikel

Eine strukturierte kardiopulmonale präoperative Untersuchung ist entscheidend, es werden die Kernpunkte zur OP-Freigabe aufgeführt.

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

Beitrag lesen