Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland: Rund 25.000 Frauen und 30.250 Männer erhalten in Deutschland jedes Jahr die Diagnose. Neben der Häufigkeit unterscheiden sich auch die Art der Erkrankung und die Nebenwirkungen der Therapie zwischen den Geschlechtern. So bekommen Frauen beispielsweise häufiger Tumore auf der rechten Körperseite, die weniger auffällig und daher oft erst in späteren Stadien diagnostiziert werden als Tumore auf der linken Seite. Außerdem bauen Frauen aufgrund ihres Stoffwechsels die Medikamente langsamer ab, wodurch sie beispielsweise eher an Müdigkeit, Durchfall und Übelkeit leiden als Männer.
Brauchen Frauen und Männer mit Darmkrebs deshalb unterschiedliche Therapien? Dieser Frage wurde bislang zu wenig Beachtung geschenkt. Forscher des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT)/Universitäts KrebsCentrums (UCC) in Dresden gehen dieser Frage jetzt in einem neuen Projekt auf den Grund. Sieuntersuchen, welche molekularen Unterschiede zwischen den Geschlechtern die Tumoreigenschaften beeinflussen. Die Ergebnisse könnten den Weg zu passgenaueren, verträglicheren Therapien ebnen. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsprojekt CRC-EXPOSED zu geschlechtersensibler Medizin über 3 Jahre.
Quelle: Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe



