Bei Darmkrebs ist die frühzeitige Diagnose entscheidend für eine gute Prognose. Eine schwedische Studie bestätigte jetzt, dass mehr Fälle von Darmkrebs in einem frühen Stadium durch Screening entdeckt werden. Dabei untersuchten die Forscher die Screening-Methoden Koloskopie und FIT-Stuhltest etwas genauer. Für ihre randomisierte Studie als Teil der seit 2014 laufenden SCREESCO-Studie schlossen sie zwischen 02/2014 und 03/2026 über 278.000 60-Jährige ein, die entweder eine Koloskopie (n=31.140) oder einen 2-maligen fäkalen immunchemischen Test (FIT) (n=60.300) erhielten. 186.840 Teilnehmer bildeten die Kontrollgruppe. Bei positivem FIT-Stuhltest folgte eine Koloskopie, bei der entdeckte Adenome entfernt wurden. Beide Screening-Methoden führten insbesondere in den ersten zwei Jahren mit den meisten Interventionen zu mehr entdeckten Fällen von Darmkrebs im Frühstadium. Nach Ablauf einer Nachbeobachtungsphase von im Mittel 4,8 Jahren erfolgte eine Zwischenanalyse. Die Forscher konnten zeigen, dass die Zahl der Fälle von fortgeschrittenem Darmkrebs in beiden Interventionsgruppen zurückgegangen war. In der FIT-Gruppe entwickelten 0,61% Darmkrebs (vs. 0,73% Kontrollgruppe); in der Koloskopie-Gruppe waren es 0,69% (vs.0,72% Kontrollgruppe).
Literatur: Westerberg M, et al. Nat Med 2026. https://doi.org/10.1038/s41591-026-04225-9
Quelle: Pressemitteilung Universität Uppsala / Schweden



