Allgemeinmedizin » Bewegungsapparat

»

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen: Fatigue als unterschätztes Leitsymptom

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen: Fatigue als unterschätztes Leitsymptom

News

Allgemeinmedizin

Bewegungsapparat

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Fatigue zählt zu den häufigsten Symptomen entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Sie wird als anhaltende, lähmende Erschöpfung beschrieben, die oft weit über alltägliche Müdigkeit hinausgeht. Lebensqualität, Arbeitsfähigkeit und soziale Teilhabe sind massiv eingeschränkt. Und doch wird das Leitsymptom immer noch unterschätzt. Das zeigt sich schon daran, dass die Erfassung der Fatigue durch subjektive Fragebögen erfolgt und nicht durch einen objektiven Diagnose-Test.

Neue Studien geben jetzt Hinweise auf mögliche Pathomechanismen im Körper, die zu Fatigue führen könnten. So wurden bei Betroffenen unter anderem entzündliche Prozesse im ZNS nachgewiesen; Immunzellen des Gehirns sind aktiviert, die Signalwege beeinflussen, die für Wachheit, Energiehaushalt und Motivation zuständig sind. Zudem scheinen Autoantikörper bei einigen Betroffenen die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden und dort neuroinflammatorische Prozesse auszulösen. Es gibt auch Hinweise, dass Fatigue durch Störungen in den Mitochondrien mitverursacht werden könnte. Studien haben gezeigt, dass mitochondriale Fehlfunktionen in Immunzellen bei Menschen mit Rheumatoider Arthritis und Fatigue deutlich ausgeprägter sind als bei jenen ohne Fatigue.

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie e.V.

Bildquelle: Generative AI – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Nahaufnahme einer Frau, die gerade einen Nasenspray verwendet.

Adrenalin zur Behandlung der Anaphylaxie

Fachartikel

Bei einer anaphylaktischen Reaktion ist die frühzeitige Applikation von Adrenalin lebensnotwendig. In diesem Beitrag werden die Zulassungsdaten für das neue intranasal zu applizierende Adrenalinprodukt näher diskutiert.

Allgemeinmedizin

Haut und Allergie

Beitrag lesen
Auf diesem Foto sieht man eine junge Ärztin, die einen implantierbaren Kardioverter-Defibrillator an die Brust einer älteren Dame hält.

Welche Personen mit Kardiomyopathie brauchen wann einen ICD?

Fachartikel

Es wird ein Überblick zu aktuellen Leitlinienempfehlungen, laufenden klinische Studien und neuen Entwicklungen zur Indikationsstellung für implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren bei Kardiomyopathien gegeben.

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

Beitrag lesen
Auf einem Klemmbrett mit rotem Kreuz sieht man eine Checkliste, die von einer Person in einem weißen Kittel abgehakt wurde.

OP-Freigabe aus kardiopulmonaler Sicht

Fachartikel

Eine strukturierte kardiopulmonale präoperative Untersuchung ist entscheidend, es werden die Kernpunkte zur OP-Freigabe aufgeführt.

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

Beitrag lesen