Fibromyalgie ist ein chronisches Schmerzsyndrom, das durch weit verbreitete Schmerzen in Muskeln und Sehnen, Fatigue und Schlafstörungen gekennzeichnet ist. Als Ursache wird eine Funktionsstörung des Nervensystems vermutet, bei der das Gehirn Schmerzsignale fehlerhaft verarbeitet. Der Fokus der Therapie liegt auf der Linderung der Symptome, oft durch eine Kombination aus Bewegungs- und Physiotherapie sowie psychologischer Begleitung. Dieser Ansatz wird allerdings nicht so gut von den Patienten toleriert. Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist eine Methode, die häufig von Physiotherapeuten zur Linderung von Schmerzen eingesetzt wird. Besonders bei Personen mit veränderter zentraler Schmerzverarbeitung, so wie bei Fibromyalgie vermutet, scheint die Methode geeignet zu sein. Inwieweit TENS zur Schmerzbehandlung – in Kombination mit Physiotherapie (PT) – bei Menschen mit Fibromyalgie tatsächlich geeignet ist, darauf gab jetzt eine aktuelle US-Studie, an der 459 Probanden mit Fibromyalgie teilnahmen, eine Antwort: Die Ergänzung von TENS zur routinemäßigen PT führte nach 2 Monaten zu einer statistisch signifikanten und klinisch sinnvollen Reduktion der bewegungsinduzierten Schmerzen. Die Wirkung hielt sogar mindestens 6 Monate an. Die alleinige Physiotherapie war dagegen kaum effektiv.
Quelle: Dailey DL et al. JAMA Netw Open 2026; 9(3): e262450. doi:10.1001/jamanetworkopen.2026.2450



