Onkologie » Gastrointestinale Tumoren » Magenkarzinom

»

MATTERHORN: Mehr pCR unter Durvalumab plus FLOT-Regime bei resektablem Magenkarzinom

MATTERHORN: Mehr pCR unter Durvalumab plus FLOT-Regime bei resektablem Magenkarzinom

News

Onkologie

Gastrointestinale Tumoren

Magenkarzinom

2 MIN

Erschienen in: onkologie heute

Die Standardtherapie bei resektablem Karzinom des Magens und des gastroösophagealen Übergangs (GC/GEJC) umfasst eine Operation sowie eine neoadjuvante/adjuvante Chemotherapie mit 5-Fluorouracil (5-FU), Leucovorin, Oxaliplatin und Docetaxel (FLOT-Regime). Nach den Daten verschiedener Untersuchungen mehren sich die Hinweise, dass  der Checkpoint-Inhibitor Durvalumab in Kombination mit einer FLOT-Chemotherapie die klinischen Ergebnisse bei fortgeschrittenen oder metastasierten Tumoren zu verbessern vermag.

Vor diesem Hintergrund untersucht die noch nicht abgeschlossene randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Phase III-Studie MATTERHORN bei 474 Patient:innen mit resektablem GC/GEJC (> T2 N0-3 M0/T0-4 N1-3 M0) die neoadjuvante Behandlung mit Durvalumab und FLOT, gefolgt von einer adjuvanten Behandlung mit Durvalumab. Die Studienmedikation besteht aus Durvalumab (D) 1.500 mg oder Placebo (P) alle vier Wochen (Q4W) an Tag 1 plus FLOT Q2W an den Tagen 1 und 15 für vier Zyklen (2 Dosen D oder P und 4 Dosen FLOT prä- und postoperativ), gefolgt von Durvalumab 1.500 mg oder Placebo an Tag 1 Q4W für zehn weitere Zyklen. Die vorliegende Interimsanalyse wurde durchgeführt, nachdem sich alle randomisierten Patient:innen einer Operation unterzogen hatten oder von einer solchen ausgeschlossen wurden.

Die Zugabe von Durvalumab zum FLOT-Regime führte im Vergleich zu Placebo zu einer signifikanten und nach Ansicht der Studienautor:innen klinisch relevanten Verbesserung der Rate pathologischer Komplettremissionen (pCR)  (19 % vs. 7 %; p < 0,00001). Die kombinierte Rate von pCR und nahezu pathologischer Komplettremissionen (pnCR) war mit 27 % unter Durvalumab versus 14 % im Placeboarm ebenfalls signifikant höher (p < 0,00001). Die Operations- und R0-Resektionsrate war in beiden Gruppen vergleichbar (D 87 % vs. P 84 % bzw. D 86 % vs. P 86 %), ebenso die Häufigkeit therapiebedingter unerwünschter Ereignisse Grad 3/4 (D 58 % vs. P 56 %).

Die MATTERHORN-Studie wird weitergeführt, um den primären Endpunkt „ereignisfreies Überleben“ zu evaluieren.

Dr. Katrina Recker

Quelle: Al-Batran SE et al. Pathological complete response (pCR) to durvalumab plus 5-fluorouracil, leucovorin, oxaliplatin and docetaxel (FLOT) in resectable gastric and gastroesophageal junction cancer (GC/GEJC): Interim results of the global, phase III MATTERHORN study (LBA73), im Rahmen des ESMO-Kongresses am 20.10.2023.

Bilderquelle: © yoshitaka – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Mikroskopische Aufnahme von Zellen des multiplen Myeloms, dargestellt in einer Färbung zur Identifikation von Zellstrukturen.

Neue Daten zu Ciltacabtagen Autoleucel aus der CARTITUDE-4-Studie

Kongressberichte

In der Wartezeit vor Gabe von Ciltacabtagen Autoleucel sollte laut einer spezifizierten Analyse der CARTITUDE-4-Daten beim Lenalidomid-refraktären multiplen Myelom eine Brückentherapie erfolgen, um die Ergebnisse der CAR-T-Zelltherapie zu optimieren.

Onkologie

Hämatoonkologie

Multiples Myelom

Beitrag lesen
hautausschlag mit roetungen an der schulter als symbolbild fuer das vexa-syndrom

VEXAS-Syndrom und Krebs: Nur die Spitze des Eisbergs?

Fachartikel

Chronische Entzündungen spielen eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Krebs und tragen Schätzungen zufolge zu bis zu einem Viertel aller bösartigen Tumoren bei.

Onkologie

Hämatologie

Beitrag lesen
grafische darstellung von lungen mit mehreren farbig markierten tumorherden bei lungenkrebs

Stoffwechsel-Molekül Itaconat eröffnet neue Wege gegen Lungenkrebs

News

Gießener Forschende zeigen, dass das Molekül Itaconat Immunzellen umprogrammieren, Tumorzellen direkt angreifen und Lungenkrebswachstum stoppen kann und bremst so das Wachstum von Lungenkrebs in Mausmodellen und menschlichem Gewebe.

Onkologie

Lungenkarzinom

Beitrag lesen