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Prämenopausales HR- und HER2-positives Mammakarzinom: Zusätzliche Unterdrückung der Ovarialfunktion vorteilhaft

Prämenopausales HR- und HER2-positives Mammakarzinom: Zusätzliche Unterdrückung der Ovarialfunktion vorteilhaft

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Erschienen in: onkologie heute

Die Suppression der Ovarialfunktion (OFS) mit einer adjuvanten endokrinen Therapie hat sich bei prämenopausalen Frauen mit Hochrisiko-Hormonrezeptor (HR)-positivem Mammakarzinom als vorteilhaft erwiesen. Es gibt jedoch nur wenige Daten über die Wirksamkeit der OFS bei HR- und HER2-positivem Mammakarzinom. Darüber hinaus ist unklar, welche Antihormontherapie (Tamoxifen oder Aromatasehemmer) sich optimal mit der OFS kombinieren lässt.

Diese Fragen adressierten Ahn et al. mittels einer Datenanalyse der HERceptin Adjuvant (HERA)-Studie, um festzustellen, ob der Zusatz von OFS das krankheitsfreie Überleben (DFS) und das Gesamtüberleben (OS) bei prämenopausalen Frauen mit frühem HR- und HER2- positivem Mammakarzinom verbessert. Zudem wurde die Prognose in Abhängigkeit von der Art der zusätzlich verabreichten Antihormontherapie (Tamoxifen oder Aromatasehemmer) untersucht. Die Analyse umfasste 965 Patientinnen, von denen 501 (51,9 %) nur Tamoxifen und 464 (48,1 %) eine antihormonelle Therapie mit OFS erhielten (Tamoxifen [n = 269, 27,9 %] oder Exemestan [n = 195, 20,2 %]).

Die Patientinnen in der OFS-Gruppe zeigten ein signifikant besseres 10-Jahres-DFS (OFS 70,9 % vs. nicht-OFS 59,6 %; p < 0,001) und OS (OFS 84,7 % vs. nicht-OFS 74,0 %; p < 0,001). Darüber hinaus war der Zusatz von OFS mit einer verbesserten Prognose verbunden. Von den Teilnehmenden, die eine antihormonelle Therapie mit OFS erhielten, wiesen diejenigen unter Aromatasehemmern ein besseres DFS (Hazard Ratio {HR} 0,44; p < 0,001) und OS auf (HR 0,43; p < 0,001).

Damit unterstützen diese Daten die Ergänzung einer antihormonellen Therapie durch OFS als sinnvolle Strategie bei prämenopausalen Frauen mit HR- und HER2-positivem Mammakarzinom, die sich einer Chemotherapie und einer gegen HER2-gerichteten Therapie unterziehen. Während der Aromatasehemmer in Kombination mit OFS vorteilhafter zu sein scheint als Tamoxifen, sind weitere Untersuchungen erforderlich, um die wirksamste antihormonelle Therapie in Kombination mit OFS in dieser speziellen Patientengruppe zu bestimmen.

Dr. Katrina Recker

Quelle: Ahn SG et al. Ovarian function suppression in HR-positive, HER2-positive breast cancer: An exploratory analysis from the HERA trial. ESMO 2024; Abstract 233MO

Bilderquelle: © viri – stock.adobe.com

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