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Hämophilie bei Frauen: Späte Diagnose durch häufig fehlgedeutete Symptome

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Hämophilie bei Frauen: Späte Diagnose durch häufig fehlgedeutete Symptome

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mgo medizin Redaktion

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Hämophilie ist eine seltene, jedoch unbehandelt risikoreiche erbliche Blutungsstörung. In Deutschland leben rund 6.000 Menschen mit Hämophilie, die meisten davon sind Jungen und Männer. Dazu kommt noch eine große Zahl an nicht diagnostizierten Menschen, darunter häufig auch Frauen, denn auch sie können betroffen sein. Bei Hämophilie A oder B tragen sie das veränderte Gen in sich und übertragen es an ihre Kinder. Die Frauen selbst haben aber häufig auch einen erniedrigten Gerinnungsfaktor, der eine Blutungsneigung verursacht. Viele Frauen (und Mädchen) haben bereits jahrelang Beschwerden wie starke Regelblutungen, häufiges Nasenbluten oder unerklärliche große Blutergüsse, ohne dass eine Gerinnungsstörung in Betracht gezogen wird. Bei weiblichen Betroffenen erfolgt die Diagnose häufig erst bis zu 8 Jahre nach den ersten Symptomen, was weitere gesundheitliche Folgen mit sich bringen kann. Darauf verweist die DGTI*.Die Symptome der betroffenen Frauen werden vielmehr häufig fehlgedeutet, denn sie passen nicht in das klassische Bild einer Hämophilie. Sie werden im Alltag entweder als normal eingeordnet oder anderen Ursachen zugeschrieben. Mit mehr Bewusstsein für die Symptome bei Frauen könnte eine Diagnose frühzeitiger gestellt und damit Komplikationen vermieden werden, so die DGTI.

Literatur: Adramerina A et al. Journal of Clinical Medicine 2026; 15: 2115. https://doi.org/10.3390/jcm15062155

Quelle: Pressemeldung *Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e. V. (DGTI)

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