Allgemeinmedizin » Diabetes

»

Krebsimmuntherapie: JAK-Inhibitoren: 
Können sie ICI-induzierten ­Typ-1-Diabetes verhindern?

Krebsimmuntherapie: JAK-Inhibitoren: 
Können sie ICI-induzierten ­Typ-1-Diabetes verhindern?

News

Allgemeinmedizin

Diabetes

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) haben die Krebstherapie enorm bereichert. Doch unter ICIs kann es zu Typ-1-Diabetes, einer seltenen, aber lebensbedrohlichen Komplikation, kommen. Derzeit gibt es keine Option, diese Nebenwirkung zu verhindern, ohne die Wirksamkeit der Krebsbehandlung zu beeinträchtigen.

US-Forscher haben jetzt im Mausmodell einen neuen Ansatz gefunden, mit dem es möglich sein könnte, Typ-1-Diabetes vorzubeugen bzw. sogar umzukehren. Mit den CD4+ T follikulären Helferzellen (Tfh) identifizierten sie eine neue Gruppe von Immunzellen, die an der Entwicklung von ICI-induziertem Typ-1-Diabetes beteiligt sind. Diese produzieren zwei Signalmoleküle, IL-21 und Interferon-Gamma (IFNɣ), die den Immunangriff auf die Bauchspeicheldrüse befeuern.

Die Wissenschaftler fanden weiter heraus, dass eine Behandlung mit einem JAK-Inhibitor (Ruxolitinib) bei Mäusen nicht nur die Wirkung von IL-21 und IFNɣ blockierte, sondern auch in der Lage war, die Anzahl der Tfh-Zellen zu reduzieren. In einigen Fällen konnte so der normale Blutzuckerspiegel wiederhergestellt werden. Das deutet darauf hin, dass die Krankheit nicht nur verhindert, sondern auch umgekehrt werden kann. Der Beweis in einer klinischen Studie steht noch aus.

Literatur: Huang NL et al. JCI Insight 2025; 10(13): e188843. https://doi.org/10.1172/jci.insight.188843.

© QasimAli– stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Frauenrücken mit Adipositas

Adipositastherapie im Zeitalter von Liraglutid, Semaglutid und Tirzepatid

Fachartikel

Adipositas ist eine chronische Erkrankung mit hoher globaler Krankheitslast, die dauerhafte Therapien erfordert. Während konservative Ansätze wenig erfolgreich waren, bietet die metabolische Chirurgie die zuverlässigste Gewichtsabnahme. Inkretinanaloga zeigen nun großes gewichtsreduzierendes Potenzial und günstige Effekte auf Folgeerkrankungen.

Allgemeinmedizin

CME

Beitrag lesen
Symbolbild Impfung

Impfungen – ­
Friends with Benefits

Fachartikel

Impfungen bieten nicht nur einen wirksamen Schutz gegen Infektionskrankheiten. Aktuelle Daten ­legen ­nahe, dass Impfungen sich auch positiv auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, postinfektiöse ­Syndrome, neurodegenerative ­Erkrankungen und gesundes Altern auswirken können.

Allgemeinmedizin

Impfen und Infektionen

Beitrag lesen
Symbolbild Einsamkeit

„Einsamkeit gehört mitten 
in die Behandlung“

Fachartikel

Einsamkeit ist nicht nur ein soziales Problem – sie ist ein messbarer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-
Erkrankungen, metabolisches Syndrom und Typ-2-Diabetes. Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig erläutert im Gespräch mit Der Allgemeinarzt, was hinter diesem Zusammenhang steckt und warum nieder­gelassene Ärztinnen und Ärzte eine Schlüsselrolle spielen.

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

Beitrag lesen