Das Lipödem ist eine schmerzhafte, chronisch fortschreitende Fettverteilungsstörung, von der fast ausschließlich Frauen betroffen sind. Sie tritt, begleitet von Druck- und Spontanschmerzen, vor allem an Armen, Hüften und Beinen auf. Bei gleichzeitiger Diabetesdiagnose können sich hormonelle und stoffwechselbedingte Mechanismen beider Erkrankungen gegenseitig verstärken. So senkt Insulin zwar den Blutzucker, kann aber auch das betroffene Fettgewebe wachsen lassen. In verändertes Gewebe gespritzt, wirkt Insulin oft schlechter und langsamer. Die Folge: längere Abstände zwischen Spritzen und Essen, instabile Werte und starke Schmerzen an Injektionsstellen.
Neben einer individuell optimierten Diabetestherapie gibt es mittlerweile für das Lipödem genauere diagnostische Kriterien und therapeutische Empfehlungen. Dazu gehören eine differenzierte hormonelle Anamnese, eine auf die Patientin zugeschnittene Schmerz-, Bewegungs- und Kompressionstherapie, psychosoziale Unterstützung sowie eine verständliche Aufklärung über alle Behandlungsoptionen.
Ziel ist ein frühzeitiges, interdisziplinäres und patientenzentriertes Behandlungskonzept, das medizinische, psychosoziale und praktische Aspekte gleichermaßen berücksichtigt.
Quelle: Pressemitteilung Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG)



