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Mahnung zur Wachsamkeit: Infektiöse Polioviren im Abwasser mehrerer deutscher Städte

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Mahnung zur Wachsamkeit: Infektiöse Polioviren im Abwasser mehrerer deutscher Städte

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Impfen und Infektionen

2 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

In München, Dresden, Hamburg, Köln, Bonn, Düsseldorf und Mainz hat das RKI im Rahmen eines Forschungsprojektes im Abwasser infektiöse Polioviren, sog. VDPV2 (vaccine-derived poliovirus 2) nachgewiesen (Stand 20.12.24). Ob die Polioviren innerhalb von Deutschland zirkulieren oder ob sie von Menschen ausgeschieden wurden, die sich im Ausland infiziert haben, lässt sich laut RKI nicht sicher sagen. VDPV können wie Polio-Wildviren Poliomyelitis auslösen, die bei jedem infizierten Menschen ohne oder mit nicht ausreichenden Immunschutz ausbrechen kann. Dann kann die Erkrankung zu Meningitis / Enzephalitis, evtl. irreversibler akuter schlaffer Lähmung (AFP) der Muskulatur und sehr selten auch zum Tod führen. Personen, die jedoch mit einem inaktivierten Polioimpfstoff (IPV) geimpft wurden, sind geschützt; sie können sich aber infizieren und Polioviren ausscheiden. Fälle symptomatischer VDPV2-Infektionen mit AFP können unter nicht ausreichend immungeschützten Menschen auftreten. Eine mögliche lokale Zirkulation von Polioviren muss daher rasch gestoppt und bestehende Impflücken geschlossen werden, rät das RKI und mahnt unter anderem zu erhöhter Wachsamkeit in Hinblick auf Poliomyelitis-typische Symptome.

Weitere Informationen unter: RKI – Nationale Kommission für die Polioeradikation in Deutschland

Quelle: Stellungnahme Nationale Kommission für die Polioeradikation / RKI

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