Bei gesunden Personen verringern kurze Zyklen einer fastenähnlichen Diät (FMD) die systemischen Entzündungsmarker und verbessern die Stoffwechselgesundheit. Kann eine FMD auch für Patienten mit Morbus Crohn (CD) von Vorteil sein? Zu dieser Fragestellung führten US-Forscher jetzt eine randomisierte Studie bei Erwachsenen mit leichter bis mittlerer CD durch. Ergebnis: zwei Drittel der Probanden sprachen auf eine pflanzenbasierte 5-Tage-Diät an. Auch in Blut (niedriger CRP-Wert) und Stuhl (Reduktion fäkales Calprotectin) fanden sich Hinweise auf einen Rückgang der Entzündungsaktivität. Die Patienten in der FMD-Gruppe folgten dazu an 5 aufeinanderfolgenden Tagen / Monat für 3 aufeinanderfolgende Monate einer FMD. Die Energiezufuhr wurde an diesen Tagen durch Verzicht auf tierische Produkte, Zucker, weißen Reis, Brot und Pasta auf 700-1.100 Kalorien reduziert. An den Tagen ohne FMD kehrten sie zu ihrer regulären Ernährung zurück. Primärer Endpunkt war die Reduktion des CD Activity Index (CDAI) ≥70 Punkte oder CDAI um ≤150 nach dem dritten Diätzyklus (0-149 Punkte = asymptomatische Remission). 45 Patienten in der FMD-Gruppe (69,2%) und 14 Patienten in der Kontrollgruppe (43,8%) erreichten den primären Endpunkt. 42 Patienten in der FMD-Gruppe (64,6%) und 12 Patienten in der Kontrollgruppe (37,5%) erzielten sogar eine klinische Remission.
Quelle: Kulkarni C et al. Nat Med 2026. https://doi.org/10.1038/s41591-025-04173-w



