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Pankreaskarzinom: Erster Labortest für Frühdiagnose bei Risikopatienten

Pankreaskarzinom: Erster Labortest für Frühdiagnose bei Risikopatienten

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Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Das Pankreaskarzinom ist eine Tumorerkrankung mit sehr schlechter Prognose. Menschen mit chronischer Pankreatitis, Verwandte ersten Grades von Patienten mit Pankreaskarzinom, aber auch Normalgewichtige, die mit über 50 Jahre einen Diabetes entwickeln, haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Pankreaskrebs. Für diese Menschen gibt es bisher keinen Test zur frühen Diagnose des Tumors in einem noch heilbaren Stadium. Der einzige Biomarker, das CA19-9, ist im Frühstadium wenig aussagekräftig (Spezifität von 79-1%).

Eine Arbeitsgruppe des LMU Klinikums München hat in den letzten Jahren nach Möglichkeiten für einen diagnostischen Test zur Früherkennung des Pankreaskarzinoms geforscht – mit Erfolg. Sie entwickelten einen Labortest auf Basis von im Blut zirkulierenden und massenspektrometrisch bestimmbaren Metaboliten. Über 1.600 Metaboliten-Muster, sog. Metabolom-Signaturen, wurden identifiziert. Bei 1.370 Patienten mit verdächtigem Befund wurde deren Blutplasma auf das Vorliegen von zwei Metabolom-Signaturen – mit 12 bzw. 4 Metaboliten – untersucht. Beide Signaturen konnten wesentlich zuverlässiger (Spezifität von 90-4% bzw. 93-6%) die Diagnose eines Pankreaskarzinoms ausschließen. Der negative Vorhersagewert lag bei über 90%.

Literatur: Mahajan UM et al. The Lancet Gastroenterology & Hepatology 2025. doi: https://doi.org/10.1016/S2468-1253(25)00056-1

Quelle: Pressemitteilung LMU Klinikum München

abb: © Feng Zhuge – stock.adobe.com

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