Allgemeinmedizin » Psyche und Nerven

»

Parkinson-Krankheit: Ohrenschmalz als Screening-Medium?

Parkinson-Krankheit: Ohrenschmalz als Screening-Medium?

News

Allgemeinmedizin

Psyche und Nerven

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass Veränderungen im Talg, der von der Haut abgesondert wird, helfen könnten, Menschen mit Parkinson zu identifizieren. Der Talg von Parkinson-Patienten setzt flüchtige organische Verbindungen (VOC) frei, die sich mit dem Fortschreiten der Krankheit verändern. Als neues Screening-Medium könnte sich nun Ohrenschmalz erweisen, der größtenteils aus Talg besteht und leicht zu beproben ist. Das geht aus einer Studie chinesischer Forscher hervor, die ein diagnostisches Modell für Parkinson entwickelt haben, das VOCs aus Gehörgangssekreten (ECS) analysiert und anhand des Geruchs auf Parkinson testet. Mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie wurden dazu in ECS-Proben von Patienten 4 VOC-Komponenten (Ethylbenzol, 4-Ethyltoluol, Pentanal und 2-Pentadecyl-1,3-dioxolan) mit statistisch signifikanten Unterschieden zwischen Parkinson- und Nicht-Parkinson-Patienten identifiziert, die sich den Wissenschaftlern zufolge als potentielle Biomarker für Parkinson erweisen. Sie trainierten dann ein KI-basiertes Geruchssystem (AIO) mit den gewonnenen VOC-Daten. Das daraus resultierende AIO-basierte Screening-Modell kategorisierte Ohrenschmalzproben von Menschen mit und ohne Parkinson mit einer Genauigkeit von 94%.

Quelle: Chen X et al. Anal Chem2025; 97(24): 12633–12641. https://doi.org/10.1021/acs.analchem.5c00908

© Astrid Gast – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Nahaufnahme einer Frau, die gerade einen Nasenspray verwendet.

Adrenalin zur Behandlung der Anaphylaxie

Fachartikel

Bei einer anaphylaktischen Reaktion ist die frühzeitige Applikation von Adrenalin lebensnotwendig. In diesem Beitrag werden die Zulassungsdaten für das neue intranasal zu applizierende Adrenalinprodukt näher diskutiert.

Allgemeinmedizin

Haut und Allergie

Beitrag lesen
Auf diesem Foto sieht man eine junge Ärztin, die einen implantierbaren Kardioverter-Defibrillator an die Brust einer älteren Dame hält.

Welche Personen mit Kardiomyopathie brauchen wann einen ICD?

Fachartikel

Es wird ein Überblick zu aktuellen Leitlinienempfehlungen, laufenden klinische Studien und neuen Entwicklungen zur Indikationsstellung für implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren bei Kardiomyopathien gegeben.

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

Beitrag lesen
Auf einem Klemmbrett mit rotem Kreuz sieht man eine Checkliste, die von einer Person in einem weißen Kittel abgehakt wurde.

OP-Freigabe aus kardiopulmonaler Sicht

Fachartikel

Eine strukturierte kardiopulmonale präoperative Untersuchung ist entscheidend, es werden die Kernpunkte zur OP-Freigabe aufgeführt.

Allgemeinmedizin

Herz und Kreislauf

Beitrag lesen