Ist schlechter Geruchssinn bei älteren Erwachsenen mit schlechter körperlicher Leistungsfähigkeit verbunden? Diese Frage konnten jetzt US-Forscher in ihrer Kohortenstudie mit Daten aus der ARIC (Atherosclerosis Risk in Communities)-Studie beantworten. Für die Analyse nutzten sie die Daten von 5.474 älteren Erwachsenen (Alter ≥ 65 Jahre) aus den Terminen 5,6 und 7. Die Expositionsgeruchsstimmung erfolgte mit dem 12-Item-Sniffin’ Sticks Odor Identification Test (Gesamtpunktbereich 0-12, gut=11-12, moderat=9-10, schlecht=0-8). Die körperliche Funktion wurde anhand der Gesamtpunktzahl der Short Physical Performance Battery (SPPB) sowie SPPB-Subskalen für Gleichgewicht, 4-m-üblicher Tempo-Gang und Stuhlstand sowie Ganggeschwindigkeit und Griffkraft bewertet.
Ergebnis: In dieser Studie war ein schlechter Geruchssinn im Vergleich zu einem guten Geruchssinn mit einer geringeren Muskelkraft in den unteren Extremitäten, einem schlechteren Gleichgewicht, einer geringeren Gehgeschwindigkeit und einer geringeren Griffkraft sowie mit einem schnelleren jährlichen Rückgang dieser körperlichen Parameter verbunden. Schlechter Geruchssinn bei älteren Erwachsenen korreliert demnach mit einem Rückgang der körperlichen Funktionsfähigkeit.
Quelle: Pan Y et al. JAMAOtolaryngol Head Neck Surg 2026;152(5):479–488. doi:10.1001/jamaoto.2026.0072



