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Schilddrüsenknoten: Neue Leitlinie für das richtige Maß an Diagnostik

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Schilddrüsenknoten: Neue Leitlinie für das richtige Maß an Diagnostik

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mgo medizin Redaktion

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2 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Detektierte asymptomatische Schilddrüsenknoten sind meist harmlose Zufallsbefunde im Rahmen von routinemäßigen und immer genaueren Ultraschalluntersuchungen. Und doch erfolgt häufig im Anschluss eine erweiterte Diagnostik, die viel Zeit, Geld und Ressourcen bindet – ein Musterbeispiel für Überdiagnostik! Dass es auch anders geht, zeigt die neue S3-Leitlinie „Schilddrüsenknoten bei Erwachsenen“, die unter Federführung der DEGAM in Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen und Patienteninitiativen erarbeitet wurde. Ziel der Leitlinie ist es, im Praxisalltag eine klare Orientierung zu geben, um wichtige von überflüssiger Diagnostik zu unterscheiden. Wird ein Knoten entdeckt, zeigt die Leitlinie auf Basis der aktuellen Evidenz, welches Vorgehen empfehlenswert ist und hilft den Hausärzten damit, das weitere Procedere festzulegen. So sollten Ultraschalluntersuchungen nie ohne Anlass gemacht werden. Nur in den allerseltensten Fällen wird damit ein behandlungsbedürftiger Knoten entdeckt. Stattdessen erfolgen durch die erweiterte Diagnostik teilweise schädliche Untersuchungen und Behandlungen. Die Leitlinie geht aber auch auf Warnzeichen ein, die auf jeden Fall eine weiterführende Diagnostik erfordern. In der Regel sind diese Knoten dann auch behandlungsbedürftig.

Die S3-Leitlinie ist abrufbar unter: Schilddrüsenknoten bei Erwachsenen. Empfehlungen zu Prävention, Diagnostik und Therapie in der hausärztlichen Versorgung.

Redaktion

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)

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