Allgemeinmedizin » Haut und Allergie

»

Tätowiermittel: Wie viel Farbe kommt in den Körper?

© Khritthithatamrznuti tonovi – stock.adobe.com

Tätowiermittel: Wie viel Farbe kommt in den Körper?

News

Allgemeinmedizin

Haut und Allergie

1 MIN

Erschienen in: Der Allgemeinarzt

Studien belegen, dass es durch die unlöslichen, festen Farbpigmente aus Tätowierungen zu Ablagerungen in den Lymphknoten kommt. Die Menge und Verteilung der flüssigen Bestandteile im Körper wurden bisher noch nicht untersucht. In einer neuen, klinischen Studie haben BfR-Wissenschaftler jetzt erstmals den Weg und den Stoffwechsel der flüssigen Bestandteile von Tätowiermitteln im Körper verfolgt. Dazu wurde 24 Probanden jeweils ein Tattoo ihrer Wahl unter Laborbedingungen von professionellen Tätowierern gestochen. Vor, während und nach dem Tätowieren wurden Urin- und Blutproben genommen. Mithilfe von Marker-Substanzen ließen sich Verteilung und Stoffwechsel nachvollziehen. Danach waren Stoffwechselprodukte schon in der ersten Blutprobe kurz nach Beginn des Tätowierens nachweisbar. Bei der Aufnahme über die Haut kam es zu teilweise unerwarteten Stoffwechselvorgängen: Eine der Marker-Substanzen wurde im Körper durch bestimmte Enzyme in den Hautzellen häufiger in andere Stoffwechselprodukte (mit anderen Wirkungen) umgewandelt. Zudem landete nur circa ein Fünftel der verwendeten Farbe tatsächlich in der Haut. Ein Großteil davon wurde danach über die verheilende Wunde wieder ausgeschieden.

Literatur: Kochs S et al. Arch Toxicol (2025). 
doi.org/10.1007/s00204–025–03959–8

Quelle: Presseinformation Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Bildquelle:© Khritthithatamrznuti-tonovi – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Medizinische Fachangestellte fuehrt telefonische Beratung in der Arztpraxis als Symbol fuer das BSG Urteil zur GOP 01435 und das Primaerarztsystem

BSG-Urteil zur GOP 01435: Primärarztsystem in Gefahr?

Fachartikel

Ein BSG-Urteil zur GOP 01435 sorgt für Unruhe: Das Gericht bestätigte einen Regress gegen eine hausärztliche BAG wegen überproportionaler Abrechnung telefonischer/mittelbarer Kontakte. Kritiker sehen darin eine Fehlinterpretation der „Bereitschaftspauschale“ – mit möglichen Folgen für Praxisorganisation, Honorarkürzungen nach Durchschnittswerten und die geplante Primärversorgung samt Primärarztsystem.

Allgemeinmedizin

Sonstiges

Beitrag lesen
© Miroslav Beneda – stock.adobe.com

Asthma bronchiale bei Kindern und Jugendlichen – Teil 2

Fachartikel

Wie wird Asthma bei Kindern und Jugendlichen wirksam behandelt? Teil 2 der Fachserie rückt die Therapie in den Fokus: individuelle Therapiesteuerung, klare Therapieziele und regelmäßige Asthmakontrolle. Ein Schwerpunkt liegt auf Shared Decision Making mit Familien – denn nur wer die Erkrankung versteht, kann die Langzeittherapie konsequent umsetzen. Ein Ausblick kündigt moderne Optionen und Notfallmanagement in Teil 3 an.

Allgemeinmedizin

Atemwege

Beitrag lesen
Arzt legt beruhigend die Hand auf die Hand eines Patienten als Symbol fuer empathische Fehlerkommunikation im Arzt Patient Gespraech

Fehlerkommunikation mit Patienten: Anders als erwartet

Fachartikel

Wenn Behandlungsergebnisse „anders als erwartet“ ausfallen, entscheidet Kommunikation über Vertrauen – oder Konflikt. Der Beitrag zeigt praxistaugliche Strategien zur professionellen Fehlerkommunikation: transparent, schnell und verständlich, mit Empathie, klarer Verantwortungsübernahme und strukturierten Follow-ups. So lassen sich Patientensicherheit stärken, Beziehungsabbrüche vermeiden und rechtliche Eskalationen reduzieren.

Allgemeinmedizin

Sonstiges

Beitrag lesen