Menschen mit Typ-1-Diabetes haben häufiger weitere Autoimmunerkrankungen, wie zum Beispiel Zöliakie, eine chronische Erkrankung des Dünndarms, die oft erst spät diagnostiziert wird. Darauf macht die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe aufmerksam. Bei Zöliakie reagiert das Immunsystem auf das Getreideeiweiß Gluten. Dabei wird die Dünndarmschleimhaut geschädigt, sodass Nährstoffe wie Kohlenhydrate nicht mehr richtig aufgenommen werden können. Mögliche Folgen: Unterzuckerungen und Mangelerscheinungen.
Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes kommt diese Erkrankung zudem häufiger vor (3-6%) als in der Allgemeinbevölkerung (< 1%). Die Erkrankung bleibt aber auch oft lange unentdeckt, weil die typischen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall nicht immer auftreten, sondern eher unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Leistungsschwäche oder Gewichtsveränderungen. Dadurch erfolgt die Diagnose oft sehr spät. Dabei empfehlen die Leitlinien, gerade Kinder und Jugendliche mit neu diagnostiziertem Typ-1-Diabetes regelmäßig auf Zöliakie-spezifische Antikörper zu testen. Die Diagnose bedeutet lebenslang glutenfreie Ernährung, an die Menschen mit Typ-1-Diabetes ihre Kohlenhydratberechnung und Insulindosis anpassen müssen.
Quelle: Pressemitteilung diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe e.V.



