Vorhofflimmern (Atrial Fibrillation, AF) ist eine Herzrhythmusstörung, die aufgrund eines unregelmäßigen, oft schnellen Herzschlages mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko einhergeht. Durch sein paroxysmales Auftreten wird AF mit den traditionellen Methoden häufig nicht diagnostisch erfasst. Wearables, die auch schon Eingang in die DKG-Leitlinien gefunden haben, bieten eine Screening-Alternative, die durch die Kombination von Photoplethysmographie (PPG)- und EKG-Funktionen sowohl Puls als auch elektrische Aktivität des Herzens monitoren kann. Doch wie gut funktioniert das bei Risiko-Patienten? Forscher der Amsterdam UMC konnten jetzt in einer Studie zeigen, dass die Nutzung von Smartwatches mit PPG- und EKG-Funktion die Erkennung von Vorhofflimmern im Vergleich zur Standardmethode verbessern kann. Sie analysierten dazu die Daten von 437 Patienten mit erhöhtem Schlaganfallrisiko. 219 von ihnen wurden mit einer Apple Watch ausgestattet, 218 erhielten eine Standardüberwachung. Nach 6 Monaten wurden in der Smartwatch-Gruppe 4x häufiger Herzarrhythmien festgestellt, 57% davon waren asymptomatisch. In der Standardgruppe waren es nur 5 Diagnosen, alle mit Symptomen.
Die Autoren räumen aber ein, dass es auch Fehlalarme gab: Nur bei der Hälfte der Probanden hat sich das angezeigte Vorhofflimmern bestätigt.
Literatur: van Steijn N et al. JACC.2026, 0 (0).https://doi.org/10.1016/j.jacc.2025.11.032
Quelle: Pressemitteilung Journal of the American College of Cardiology JACC



