Mit der gestiegenen Verbreitung und der ganzjährigen Aktivität der Zecken in Deutschland steigt auch die Zahl der Personen, die an der von Zecken übertragenen Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzephalitis,FSME) erkranken. 2025 könnte die Zahl einen neuen Rekordwert erreicht haben. Und auch in Zukunft ist mit immer weiter steigenden Erkrankungszahlen zu rechnen, so die Prognose zweier Experten der Universität Hohenheim. Sie stützen sich dabei sowohl auf die 25 Jahre FSME-Statistik als auch auf aktuelle Untersuchungen. Die Zahlen der noch nicht abgeschlossenen Auswertung zeigen auch, wie sehr sich das natürliche Infektionsrisiko insbesondere bei ungeimpften Personen gesteigert hat.
Die Beobachtung der gesamten Epidemiologie und Ökologie der Erkrankung
obliegt dem nationalen Konsiliarlabor für FSME, ebenso wie die Prüfung unklarer FSME-Diagnosen. Für 2025 gelten 693 FSME-Fälle als gesichert. Dazu kommen noch 100 in Prüfung befindliche Verdachtsfälle. Den Experten zufolge ist ein ansteigender Trend in allen Bundesländern zu beobachten. Als einer der wichtigsten Gründe für den weiteren Anstieg gilt dabei der Klimawandel. In den Risikogebieten liegt die Wahrscheinlichkeit für eine FSME-Infektion nach einem Zeckenstich bei 1:50 bis 1:100.
Quelle: Pressemitteilung Universität Hohenheim



