Erstmals seit rund 20 Jahren erhebt Deutschland wieder systematisch, wie sich die Bevölkerung ernährt und wie gut sie mit Nährstoffen versorgt ist. Die nemo-Studie des Max Rubner-Instituts schließt eine wichtige Datenlücke – auch für die Diabetesprävention.
Verlässliche Daten zur Ernährungssituation der Bevölkerung sind die Grundlage für evidenzbasierte Präventionsempfehlungen. Die letzte vergleichbare Erhebung, die Nationale Verzehrsstudie II, liegt rund 20 Jahre zurück. Seither haben sich Ernährungsgewohnheiten, Lebensmittelangebote und Krankheitsprävalenzen – darunter Typ-2-Diabetes – erheblich verändert. Mit dem Nationalen Ernährungsmonitoring (nemo) startet das Max Rubner-Institut nun im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat eine umfassende Neuerhebung.
Was nemo erfasst – und warum das relevant ist
Mehr als 3.000 Personen zwischen 18 und 80 Jahren werden bundesweit befragt und körperlich untersucht. Neben Ernährungsgewohnheiten und Lebensmittelverzehr werden per Blut- und Urinprobe Nährstoffwerte wie Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure, Eisen, Selen und Jod bestimmt – Parameter, die auch bei Menschen mit Diabetes und metabolischem Syndrom klinisch bedeutsam sind. Die Verknüpfung von Ernährungsverhalten und Nährstoffstatus ermöglicht präzisere Rückschlüsse auf Versorgungslücken in der Bevölkerung.
Für Behandlungsteams im Diabetesbereich sind die künftigen Ergebnisse relevant: Sie können als aktualisierte Grundlage für Ernährungsempfehlungen und präventive Maßnahmen dienen und zeigen, wo in der Bevölkerung die größten Handlungsbedarfe bestehen.
Quelle: Pressemitteilung des Max-Rubner-Instituts (MRI) vom 07.04.2026 : Nationales Ernährungsmonitoring – Bundesweite Ernährungsstudie startet



