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Die gestörte Frühschwangerschaft

Eine junge Frau sitzt mit betrübten Gesicht und Hand am Kopf am Tisch neben einer Gynäkologin in der gynäkologischen Praxis. Die Gynäkologin macht Notizen auf einen Zettel und hat einen Laptop geöffnet.

Quelle: © rh2010 – stock.adobe.com

Die gestörte Frühschwangerschaft

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Gynäkologie

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mgo medizin Redaktion

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2 MIN

Erschienen in: gynäkologische Praxis

Die gestörte Frühschwangerschaft umfasst vielfältige Entitäten wie Abort, »pregnancy of unknown location« und Extrauteringravidität. Sie sind sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eine Herausforderung. Eine strukturierte Risikostratifizierung und sonografische Expertise sind entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden und ein angepasstes Management einzuleiten.

Zusammenfassung

Die gestörte Frühschwangerschaft umfasst eine Vielzahl klinisch relevanter Entitäten wie Abortgeschehen, »pregnancy of unknown location« (PUL) und extrauterine Schwangerschaften (EUG), die sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eine Herausforderung darstellen. Grundlage jeder Einschätzung ist die Kenntnis der physiologischen sonografischen Entwicklungsstadien. Abweichungen davon können auf eine gestörte Frühschwangerschaft hinweisen, müssen aber differenziert bewertet werden. Bei Abortformen – wie Abortus incompletus, completus oder »missed abortion« – sind sichere sonografische Kriterien und deren zeitlicher Verlauf für die Diagnose ausschlaggebend. Die Therapie erfolgt je nach Form und Patientinnenwunsch konservativ, medikamentös oder chirurgisch. PULs bedürfen einer engmaschigen Überwachung mit hCG-Verlauf, ggf. Progesteronwerten und Risikomodellen wie dem M6-Algorithmus. Der Anteil an EUG unter den PULs liegt bei bis zu 20%. Transvaginale Ultraschall(TVUS)-Zeichen wie das »bagel sign« oder »blob sign« sind hierbei von hoher prädiktiver Aussagekraft. Sonderformen wie Zervix- oder Sectionarbengravidität sind selten, aber mit hoher Morbidität assoziiert. Ihre frühzeitige Erkennung im Ultraschall ist entscheidend, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden und ein angepasstes Management einzuleiten.

Autorinnen: I. Hilfenhaus, R. Schmidt-Nussbaumer, G. Manegold-Brauer

Der Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in gynäkologische praxis 2026; 53 (4): 475–488.

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