Schizophrene Psychosen zählen zu den schwersten psychischen Erkrankungen und sind mit erheblichen individuellen, sozialen und gesundheitsökonomischen Belastungen verbunden [1], wenngleich eine Subgruppe von Betroffenen keinen Rückfall erleidet bzw. weitestgehende Symptomfreiheit erlangt [2]. Trotz deutlicher Fortschritte in der Pharmakotherapie bleiben viele Patientinnen und Patienten jedoch symptomatisch, auch aufgrund geringer Adhärenz infolge von Nebenwirkungen, neurokognitiven Einschränkungen (v. a. Vergessen der Einnahme) und allenfalls partieller Krankheitseinsicht [3].
Vor diesem Hintergrund empfehlen nationale und internationale Leitlinien heute ausdrücklich psychotherapeutische Interventionen als Ergänzung zur medikamentösen Behandlung und hierbei insbesondere Verfahren auf Basis der kognitiven Verhaltenstherapie [4–6]. Nach wie vor erhalten jedoch nur wenige Betroffene eine leitliniengerechte psychotherapeutische Behandlung, u. a. aufgrund eines Mangels an spezialisierten Therapeutinnen und Therapeuten und weiterhin vorhandener Vorbehalte (auch aufseiten Behandelnder) und Behandlungsbarrieren (zu den Gründen verzögerter Behandlung s. a. [7]).
Das Metakognitive Training (MKT) wurde vor über 20 Jahren entwickelt, um gezielt kognitive Verzerrungen (z. B. voreiliges Schlussfolgern) zu adressieren, die an der Entstehung und Aufrechterhaltung psychotischer Symptome (v. a. von Wahnideen) beteiligt sind [8, 9]. Der Ansatz verbindet Erkenntnisse aus der kognitiven Psychologie mit psychotherapeutischen sowie neuropsychologischen Prinzipien und zeichnet sich durch eine hohe Praxisnähe, hohe Standardisierung und niedrige Zugangshürden aus [8, 10].



