Beim Internistenkongress 2026 hat die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) Michael Hallek mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet, einer Anerkennung, die die Fachgesellschaft für besonders herausragendes und nachhaltiges Wirken im Fach vergibt.
Im Mittelpunkt von Halleks wissenschaftlicher Arbeit steht die chronische lymphatische Leukämie (CLL), deren Behandlung er über Jahrzehnte hinweg maßgeblich mitgeprägt hat. Mit der Gründung der Deutschen CLL-Studiengruppe im Jahr 1996 schuf er eine Plattform, von der aus zahlreichen klinischen Studien initiiert wurden, die die Therapie dieser Erkrankung international verändert haben. Dass zielgerichtete molekulare Therapieansätze heute die klassische Chemotherapie in weiten Teilen abgelöst haben, ist nicht zuletzt auf diese Forschungsarbeit zurückzuführen.
Seit 2003 leitet Hallek die Klinik I für Innere Medizin am Universitätsklinikum Köln, seit 2007 zudem das Centrum für Integrierte Onkologie (CIO). Parallel zu seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit ist er in zentralen gesundheitspolitischen Gremien aktiv. Als Vorsitzender des Sachverständigenrats für Gesundheit und Pflege berät er die Bundesregierung, zudem ist er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer und Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.
Mit der DGIM verbindet Hallek eine langjährige institutionelle Zusammenarbeit. Von 2014 bis 2015 stand er der Gesellschaft als Vorsitzender vor und war in dieser Funktion unter anderem an der Novellierung der Musterweiterbildungsordnung sowie an der Entwicklung der Initiative „Klug entscheiden” beteiligt.
Sarah Dalkilic



