Das Peniskarzinom ist mit einem Anteil von unter einem Prozent aller malignen Erkrankungen des Mannes eine seltene urogenitale Tumorentität. Diese epidemiologische Rarität bedingt eine strukturelle Limitation klinischer Forschung, da randomisierte Phase-III-Studien aufgrund geringer Fallzahlen nur unter erheblichem organisatorischem und internationalem Aufwand realisierbar sind. Entsprechend ist die Evidenzlage für systemische Therapien im fortgeschrittenen Stadium weiterhin begrenzt. Besonders Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Plattenepithelkarzinom des Penis (la/mPC) weisen eine ungünstige Prognose auf. Trotz multimodaler Therapiekonzepte bleibt das mediane Gesamtüberleben in diesem Setting unbefriedigend, was den anhaltend hohen ungedeckten therapeutischen Bedarf unterstreicht. Hinzu kommt, dass die Erkrankung häufig mit einer erheblichen psychosozialen Belastung, funktionellen Einschränkungen sowie einer Stigmatisierung einhergeht, was die Versorgungsrealität zusätzlich komplex gestaltet.
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