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mNSCLC: Kenntnis von Treibermutationen essenziel für Wahl der Therapie

mNSCLC: Kenntnis von Treibermutationen essenziel für Wahl der Therapie

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Erschienen in: onkologie heute

Die Entdeckung prognostisch relevanter Treibermutationen bei Betroffenen mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (mNSCLC) eröffnete die Möglichkeit neuer zielgerichteter und immunonkologischer Therapien (IO). In diesem Zusammenhang ist es von entscheidender Bedeutung, die Häufigkeit dieser molekularen Treiber und die Auswirkungen von Ko-Mutationen auf die zielgerichtete und IO-Behandlung zu kennen.
In der vorliegenden Untersuchung wurden retrospektiv 700 NSCLC-Proben aus einem internen Dokumentationssystem aus dem Jahr 2022 in Bezug auf die Häufigkeit relevanter prädiktiver/prognostischer Biomarker (EGFR, HER2, KRAS, STK11, KRAS/STK11-Ko-Mutationen) in der Praxis untersucht.

Die Analyse ergab, dass Patientinnen und Patienten mit Adenokarzinomen (n = 546) in 40,8 % der Fälle KRAS-Mutationen aufweisen. Inaktivierende STK11-Mutationen lagen in 16,1 % der Fälle vor (8,3 % KRAS-Ko-Mutationen), gefolgt von aktivierenden EGFR- (12,8 %) und aktivierenden HER2-Mutationen (0,7 %) sowie 1,1 % HER2-Amplifikationen. Bei Nicht-Adenokarzinomen (n = 154) fanden die Untersucherinnen und Untersucher in 8,4 % der Fälle aktivierende KRAS- und bei 1,9 % EGFR-Mutationen.

Während KRAS- und STK11-mutierte Subgruppen ein schlechteres Outcome haben, deuten Daten aus klinischen Untersuchungen wie der POSEIDON-Studie darauf hin, dass KRAS- und STK11-mutierte Patientinnen und Patienten von einer doppelten IO-/Chemotherapie-Kombinationen profitieren könnten. KRAS war in der vorliegenden Untersuchung die häufigste Treibermutation und in hohem Maße mit STK11 ko-mutiert.

Nach Schlussfolgerungen der Untersucherinnen und Untersucher hat die Möglichkeit einer individualisierten mNSCLC-Therapie die diagnostischen Anforderungen verändert. Heute ist neben der histologischen Typisierung und dem Ausbreitungsgrad die molekulare Charakterisierung essenziell, um therapeutisch bedeutsame genetische Veränderungen zu identifizieren. Im molekularpathologischen Bericht sollten daher Treibermutationen mit etablierter klinischer Relevanz eindeutig vermerkt und von solchen mit unbekannter Bedeutung unterschieden werden.

Dr. Katrina Recker

Quelle: Deutscher Krebskongress 2024; Schatz S et al. Prevalence of clinically relevant established and emerging biomarkers in mNSCLC in a German study cohort. Oncol Res Treat 2024; 47(suppl 1): 26; Abstract #660

Bilderquelle: © Steffen Kögler – Adobe Stock

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