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Überwachung der ZNS-Beteiligung bei AML durch ultrasensitive NGS 

Illustration einer DNA-Doppelhelix in blauen und violetten Farbtönen, die die genetische Forschung symbolisiert.

Quelle: © Saibarakova-Ilona – stock.adobe.com

Überwachung der ZNS-Beteiligung bei AML durch ultrasensitive NGS 

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mgo medizin Redaktion

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Erschienen in: onkologie heute

Im Rahmen einer Poster Abstract Session auf dem diesjährigen ASH-Kongress stellte Henri Hupe, Hannover, Deutschland, eine Studie vor, in der die Forschenden die ultrasensitive Next-Generation-Sequenzierung (NGS) von zellfreier DNA (cfDNA) aus CSF und Plasma für die MRD-Analyse der Beteiligung des ZNS bei AML bewerteten. 

Die Bewertung und Überwachung der Beteiligung des Zentralnervensystems (ZNS) bei AML-Patienten mit Standardverfahren (Zytomorphologie, Durchflusszytometrie) ist begrenzt, da hierfür eine ausreichende Zellzahl im Liquor cerebrospinalis (CSF) erforderlich ist. 

In der Studie wurden aus peripherem Blut (PB) und Knochenmark (BM) CSF, Plasma und mononukleäre Zellen (MCs) von 14 Patienten mit bestätigter ZNS-Beteiligung entnommen, darunter zwölf Patienten mit AML und zwei Patienten mit blastischem plasmazytoidem dendritischem Zellneoplasma (BPDCN), die zwischen 2021 und 2025 behandelt wurden. 

Insgesamt wurden 18 ZNS-Episoden von 14 Patienten analysiert: sieben Fälle von isoliertem ZNS-Rezidiv und elf Fälle von kombinierter ZNS- und systemischer Beteiligung. Zum Zeitpunkt der ZNS-Beteiligung waren die häufigsten Mutationen, die in aus dem Liquor gewonnenen MCs identifiziert wurden, DNMT3A (n = 7), FLT3-ITD (n = 6) und NPM1 (n = 6), mit einer medianen Anzahl von drei Mutationen pro Patient*in (Bereich 1–6). Von den 15 in CSF-MCs identifizierten Mutationen war nur eine FLT3-ITD-Mutation (6,6 %) im PB-Plasma nachweisbar, mit einer deutlich geringeren varianten Allelfrequenz (VAF) (53,6 % in CSF-MCs gegenüber 0,04 % in Plasma-cfDNA). 

Umgekehrt waren bei den fünf Betroffenen ohne ZNS-Beteiligung acht von neun Mutationen (89 %), die zum Zeitpunkt der CSF-Untersuchung in PB-Plasma-cfDNA identifiziert wurden, auch in cfDNA aus CSF nachweisbar 

Alle Mutationen bei Patient*innen mit kombinierter BM- und ZNS-Beteiligung (15 von 15) waren in beiden Kompartimenten nachweisbar, mit ähnlichen medianen VAFs in der cfDNA aus CSF und Plasma (42 % vs. 38 %; p = 0,44). 

Diese Ergebnisse zeigen, dass die cfDNA-basierte, ultrasensitive NGS-Analyse von Liquor die Erkennung von Resterkrankungen des ZNS ermöglicht, wenn keine zytomorphologisch nachweisbaren Zellen vorhanden sind. Plasma-cfDNA spiegelt die Beteiligung des ZNS nicht ausreichend wider, sodass die Liquoranalyse bei Verdacht auf eine Erkrankung des ZNS weiterhin unerlässlich ist.  

Um die Krankheitsdynamik zu überwachen, muss die cfDNA aus Plasma und Liquor separat analysiert werden, um eine echte Beteiligung des ZNS von einer aus dem PB stammenden Mutationsausbreitung zu unterscheiden. Es sind prospektive Studien erforderlich, um den diagnostischen und prognostischen Wert der cfDNA-basierten MRD-Analyse aus CSF zu bewerten. Die hochsensible NGS von CSF-cfDNA ist ein vielversprechendes Instrument für die sensitive Bewertung und longitudinale Überwachung der Beteiligung des ZNS und des Ansprechens auf ZNS-gerichtete Therapien. 

Quelle: Hupe HC et al. Monitoring of CNS involvement in AML using ultrahigh-sensitivity next-generation sequencing of cell-free DNA. ASH-Kongress 2025; Presentation ID 3515 

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