Kürzlich gab es im St. Antonius-Hospital Gronau ein ganz besonderes Jubiläum. Denn vor 20 Jahren wurde dort zum ersten Mal eine Operation mit dem neu angeschafften da Vinci-Operationssystem durchgeführt. Die erste „Roboter-assistierte Radikale Prostatektomie erfolgte unter Leitung des damaligen Chefarztes Dr. Jörn H. Witt und wurde vom eigens aus Stockholm angereisten Experten Prof. P. Wiklund begleitet.
Das Robotik-Jubiläum reiht sich in die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum des St. Antonius-Hospitals Gronau ein. Eine, die diese Entwicklung von Anfang an mitgeprägt hat, ist Jeannette ter Horst Hill. „Die erste da Vinci-Operation war für uns alle ein aufregendes und faszinierendes Erlebnis“, erinnert sich die OP-Pflegerin, die bis heute im OP des St. Antonius-Hospitals Gronau im Dienst ist. Als Zeichen der Anerkennung für ihr langjähriges Engagement überreichte ihr Chefarzt Dr. Christian Wagner einen Blumenstrauß und ein persönliches Präsent: Ein süßer Dank für 20 Jahre Enthusiasmus und Teamspirit ging in Form von passend gestalteten Motivtorten an sie und das gesamte OP-Team.
In Deutschland können nur wenige Kliniken auf eine derart lange und umfangreiche Erfahrung in der Roboterchirurgie zurückblicken. Bis heute wurden in Gronau über 26.000 Operationen Roboter-assistiert durchgeführt, darunter waren mehr als 24.000 Prostata-Entfernungen. Im Oktober 2025 setzte das St. Antonius-Hospital Gronau als erste Klinik in Europa die neueste Entwicklung der da-Vinci-Technologie ein, den da Vinci 5.

Franz-Günter Runkel



