Urologie » Sonstiges

»

Hartmannbund fordert Strategien für „Health in All Policies“

Hartmannbund fordert Strategien für „Health in All Policies“

Berufspolitik

Urologie

Sonstiges

mgo medizin Redaktion

Verlag

2 MIN

Erschienen in: UroForum

Die Weichen für Gesundheit werden da gestellt, wo Menschen leben, arbeiten, lernen und wohnen – nicht erst in der ärztlichen Behandlung. Dieser zentrale Gedanke des Konzepts „Health in All Policies“ (HiAP) stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Arbeitskreises III „Gesundheitsdienste“ des Hartmannbundes. Der Ansatz fordert, gesundheitliche Aspekte systematisch in allen Politikfeldern zu berücksichtigen.

Prof. Dr. Volker Harth, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheitsdienste, warnt vor einem Ende der ÖGD-Förderung. (Foto: Hartmannbund/Die Hoffotografen)
Prof. Dr. Volker Harth, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheitsdienste, warnt vor einem Ende der ÖGD-Förderung. (Foto: Hartmannbund/Die Hoffotografen)

In ihrem Impulsvortrag verdeutlichte Dr. Katharina Böhm (Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung), wie Gesundheit in einzelnen Politikfeldern mitgedacht und mitbehandelt werden kann. Besonders auf kommunaler Ebene – z.B. in der Stadtentwicklung, Verkehrs- oder Bildungspolitik – eröffnen sich große Chancen, gesundheitsrelevante Lebensbedingungen zu verbessern.

„Es reicht nicht, Gesundheit nur im Gesundheitssektor zu adressieren – wir müssen sie in alle politischen Entscheidungen integrieren“, betonte Prof. Dr. Volker Harth, Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheitsdienste im Hartmannbund. „Gerade dort, wo lebensnahe Entscheidungen getroffen werden – etwa in der Gestaltung von Bewegungsräumen, bei Maßnahmen gegen Kinderarmut oder in kommunalen Hitzeschutzplänen – bietet HiAP konkrete Handlungsmöglichkeiten“, so Harth weiter.

Der Arbeitskreis sieht in „Health in All Policies“ einen strategisch notwendigen Ansatz, um Prävention zu stärken, gesundheitliche Ungleichheit zu verringern und das Gesundheitssystem langfristig zu entlasten. Daher fordert der Arbeitskreis verbindliche HiAP-Strategien auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene sowie eine ausreichende finanzielle und personelle Ausstattung für integrierte Gesundheitsförderung. Harths Fazit: „Mit Health in All Policies kann ein nachhaltiger Beitrag zur Stärkung der öffentlichen Gesundheit und zur Verbesserung gesundheitlicher Chancengleichheit geleistet werden – ressortübergreifend und wirkungsvoll.“

Bildquelle: Best – adobe.stock.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Person im weissen Kittel haelt Medikamentenpackungen vor einem Regal in einer Apotheke, Symbolbild fuer venoese Blutentnahmen in Apotheken und Kritik des Spitzenverbands der Fachaerzte

Spitzenverband Fachärzte kritisiert venöse Blutentnahmen in Apotheken

Berufspolitik

Am Freitag hat der Deutsche Bundestag das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) beschlossen. Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) kritisiert, dass es Apotheken künftig erlaubt ist, venöse Blutentnahmen anzubieten.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen
Der DKG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerald Gaß sieht die Krisenfestigkeit der Krankenhäuser aufgrund des GKV-Spargesetzes gefährdet. © DKG/Lopata

Zukunftsforum: DKG warnt vor Kliniksterben bis 2030

Berufspolitik

Mit ihrem Zukunftsforum Krankenhaus in Berlin hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) die Frage in den Mittelpunkt gestellt, wie resilient und krisenfest ein Gesundheitssystem unter massivem wirtschaftlichem Druck überhaupt noch sein kann. Dabei hat die drohende wirtschaftliche Schieflage die Prognose deutlich verschlechtert.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen
Unter der Moderation von Annika de Buhr (l.) diskutierten (v.l.) der GeSRU-Vorsitzende Dr. Nadim Moharam, die DGU-Präsidentin Prof. Susanne Krege, der BvDU-Präsident Dr. Axel Belusa, Prof. Rainer Petzina, Rektor der MSH Medical School Hamburg, Dr. Elmar Mehring, Bundesärztekammer, sowie DGU-Generalsekretär Prof. Max Burger über die schwierige Lage der Weiterbildung im Umfeld des GKV-Spargesetzes. (© Runkel)

Parlamentarischer DGU-Abend: Weiterbildung in Zeiten der Rotstift-Politik

Uroskop

Nichts prägt die aktuelle Lage im Gesundheitssystem mehr als der Mangel. Es geht um zu wenig Nachwuchs, zu wenige Stellen und zu wenig Finanzierung im Umkreis des GKV-Spargesetzes. Darüber diskutierten die Teilnehmer des Parlamentarischen Abends der DGU am Mittwoch in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin. Der Fokus lag auf der Zukunft der Weiterbildung, die zunehmend trist erscheint.

Urologie

Berufspolitik

Beitrag lesen