Urologie » Niereninsuffizienz

»

Universitätsmedizin Göttingen startet neue Nierentransplantation

Das Team für Nierentransplantationen an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit der Patientin: (v.l.n.r.) Priv.-Doz. Dr. Dr. Gunilla Einecke, Leiterin der Sektion Transplantationsnephrologie in der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, Dr. Björn Wellge, Oberarzt Transplantationschirurgie in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, Nierentransplantationspatientin Gabriele Reinhardt, Tanja Kleindienst, Transplantationskoordinatorin in der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, Priv.-Doz. Dr. Florian Bösch, Schwerpunktleiter Transplantations- und Sarkomchirurgie in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie. (Foto: UMG/Valentin Kloss)

Universitätsmedizin Göttingen startet neue Nierentransplantation

News

Urologie

Niereninsuffizienz

2 MIN

Erschienen in: UroForum

Innerhalb eines Jahres qualifiziert sich die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) zum anerkannten Nierentransplantationszentrum in Südniedersachsen. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Klinikum Hann. Münden (KHM) konnten die dafür notwendigen Strukturen 2024 geschaffen und Prozesse etabliert werden.

2024 hat die Universitätsmedizin Göttingen 17 Nieren erfolgreich transplantiert und damit die Kriterien für ein anerkanntes Nierentransplantationszentrum erfüllt. Zudem wurde in den letzten zwölf Monaten die Warteliste von Nierenempfängern in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Hann. Münden an die UMG transferiert. Voraussetzung dafür war ein Kooperationsvertrag mit dem KHM, der im September 2023 geschlossen wurde. Diese Vereinbarung sieht unter anderem die gemeinsame Betreuung von Patienten bei der Nierentransplantation vor und soll so Transplantationen in der Region Südniedersachsen stärken. Die Kooperation zwischen UMG und KHM gilt bundesweit als Vorzeigemodell für die Vernetzung von Grund- und Regelversorgern mit Häusern der Maximalversorgung.

Das Team für Nierentransplantationen an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit der Patientin: (v.l.n.r.) Priv.-Doz. Dr. Dr. Gunilla Einecke, Leiterin der Sektion Transplantationsnephrologie in der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, Dr. Björn Wellge, Oberarzt Transplantationschirurgie in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, Nierentransplantationspatientin Gabriele Reinhardt, Tanja Kleindienst, Transplantationskoordinatorin in der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, Priv.-Doz. Dr. Florian Bösch, Schwerpunktleiter Transplantations- und Sarkomchirurgie in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie. (Foto: UMG/Valentin Kloss)
Das Team für Nierentransplantationen an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mit der Patientin: (v.l.n.r.) Priv.-Doz. Dr. Dr. Gunilla Einecke, Leiterin der Sektion Transplantationsnephrologie in der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, Dr. Björn Wellge, Oberarzt Transplantationschirurgie in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie, Nierentransplantationspatientin Gabriele Reinhardt, Tanja Kleindienst, Transplantationskoordinatorin in der Klinik für Nephrologie und Rheumatologie, Priv.-Doz. Dr. Florian Bösch, Schwerpunktleiter Transplantations- und Sarkomchirurgie in der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie. (Foto: UMG/Valentin Kloss)

Die UMG hat es nach eigenem Bekunden geschafft, wesentliche Leistungen der Nierentransplantation an die UMG zu verlagern. Eine Warteliste mit knapp 270 Patienten, die auf eine Spenderniere warten, liegt nun an der Universitätsmedizin. Darüber hinaus ist an der UMG auch die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie maßgeblich beteiligt. Hier wurde ein neuer Bereich für Transplantationschirurgie geschaffen, um Spendernieren zu implantieren. In diesem Jahr werden Lebendspenden auch dann möglich sein, wenn die Blutgruppen nicht übereinstimmen, schreibt die UMG-Kommunikation. Bei diesen Blutgruppen-inkompatiblen Spenden soll die Zentralabteilung Transfusionsmedizin der UMG helfen.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Dr. Michael Stephan-Odenthal freut sich gemeinsam mit Kongresspräsidentin Dr. Eva Hellmis (M.) und einer Vertreterin der Industrie (l.) über den Richard-Berges-Preis. (Quelle: Franz-Günter Runkel)

Dr. Michael Stephan-Odenthal erhielt den Richard-Berges-Preis 2026

News

Beim 71. NRWGU-Jahreskongress in Essen wurde erstmals der Richard-Berges-Preis verliehen – eine neue Auszeichnung für herausragende ambulant tätige Urologinnen und Urologen. Erster Preisträger ist Dr. Michael Stephan-Odenthal aus Leverkusen, der mit wissenschaftlichem und berufspolitischem Engagement überzeugte. Der Preis erinnert an den 2017 verstorbenen Urologen Dr. Richard Berges.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Medizinische Fachperson haelt einen Vortrag auf einem Kongress vor großem Publikum

JAKU 2026 – Kinderurologie-Jahrestagung in Mainz begeistert Fachpublikum

Fachartikel

Die JAKU 2026 in Mainz begeisterte rund 280 Fachärzte aus dem DACH-Raum mit einem vielfältigen Programm zu robotischer Chirurgie, Blasenfunktion und Andrologie. Erstmals wurde ein kostenfreier Einsteigerkurs für den Nachwuchs angeboten – mit überwältigendem Zuspruch. Ein Kongressbericht voller Highlights und wegweisender wissenschaftlicher Impulse.

Urologie

Sonstiges

Beitrag lesen
Medizinische Fachkraft bedient MRT Geraet mit digitaler Darstellung eines Skeletts als Symbol fuer die Prokomb Studie zur Diagnose von Prostatakrebs ohne Biopsie

MRT bei Prostatakrebs: PROKOMB-Studie zeigt sichere Diagnose ohne Biopsie

Fachartikel

Muss nach einem erhöhten PSA-Wert immer eine Biopsie folgen? Die PROKOMB-Studie zeigt: Ein hochwertiges MRT kann aggressiven Prostatakrebs mit 96 %iger Sicherheit ausschließen – und 41 % der Männer blieb eine Biopsie erspart. Dr. Charlie Hamm von der Charité Berlin erklärt die Studienergebnisse und deren Eingang in die aktuelle S3-Leitlinie.

Urologie

Urogenitale Tumoren

Prostatakarzinom

Beitrag lesen