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Innovative Handgelenksprothese

Eine solche Handgelenksendoprothese wurde jetzt im Bergmannsheil zum 100. Mal implantiert.

Quelle: © BG Universitätsklinikum Bergmannsheil

Innovative Handgelenksprothese

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mgo medizin Redaktion

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Erschienen in: chirurgische Praxis

Starker Verschleiß oder schwere Verletzungen des Handgelenks ziehen oft langjährige Schmerzen und Bewegungseinschränkungen nach sich. Nach Ausschöpfung aller anderen Therapien kann eine Handgelenksprothese ein Behandlunsansatz sein. In der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des BG Universitätsklinikums Bergmannsheil wurde kürzlich zum 100. Mal eine innovative Handgelenksprothese eingesetzt. Damit zählt die Klinik bundesweit zu den Vorreitern auf diesem Gebiet.

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen des Handgelenks entstehen häufig durch starken Verschleiß, rheumatische Erkrankungen oder Verletzungen. Sie beeinträchtigen die Lebensqualität und Berufsfähigkeit der Betroffenen meist erheblich, denn selbst einfache Tätigkeiten wie das Greifen werden zur Belastungsprobe. Für Patientinnen und Patienten, bei denen konservative Therapien keine ausreichende Besserung bringen, bietet die Handgelenksprothese einen vielversprechenden Ansatz: Durch das Implantat wird das erkrankte Gelenk vollständig ersetzt und übernimmt dessen Bewegungsfunktion.

Moderne Prothesen als Therapieoption

Die eingesetzten Prothesen bestehen aus hochwertigen, biokompatiblen Materialien wie Titanlegierungen und kohlefaserverstärkten Spezialkunststoffen. Diese ermöglichen eine sichere Verankerung im Knochen sowie eine nahezu natürliche Beweglichkeit des Handgelenks. Die OP dauert meist etwa 1,5 Stunden. Nach 2 Wochen startet eine gezielte physiotherapeutische Nachbehandlung, durch die Beweglichkeit, Kraft und Koordination schrittweise zurückgewonnen werden können. Im Verlauf erreichen die Patientinnen und Patienten in der Regel etwa zwei Drittel der Kraft und Beweglichkeit des gesunden Handgelenks.

Dr. Patrick Harenberg führt mit dem Patienten eine Kraftmessung an der operierten Hand durch.
Dr. Patrick Harenberg führt mit dem Patienten eine Kraftmessung an der operierten Hand durch. © BG Universitätsklinikum Bergmannsheil

Vorteile gegenüber herkömmlicher Versteifung

Bei fortgeschrittenen Erkrankungen des Handgelenks galt lange Zeit die Versteifung als Standardtherapie. Die Versteifung beseitigt zwar zuverlässig Schmerzen, nimmt dem Handgelenk jedoch dauerhaft seine Beweglichkeit. Eine Prothese erlaubt es, Schmerzen zu reduzieren und gleichzeitig einen funktionellen Bewegungsumfang zu erhalten“, so Dr. Patrick Harenberg, Oberarzt der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie.

Erfolgreiche Versorgung und Ausblick

Ein aktueller Fall illustriert die Vorteile besonders deutlich: Nach jahrelangen Schmerzen und zunehmender Bewegungseinschränkung brachte die konventionelle Behandlung nur kurzfristige Linderung. Die fortschreitende Arthrose schränkte den Patienten zunehmend ein. Nach dem Einsatz der Handgelenksprothese verbesserte sich sein Zustand deutlich – das Handgelenk ist wieder sehr gut belastbar und stabil beweglich. Der Patient plant baldmöglichst seine Rückkehr ins Berufsleben.

Dr. Harenberg ist zuversichtlich, dass sich das Verfahren zukünftig weiter durchsetzen wird: „Unsere Patientinnen und Patienten haben bisher sehr gute Erfahrungen mit ihrer Handgelenksprothese gemacht.“

Quelle: Pressmitteilung Klinikum der Ruhr-Universität Bochum – Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH

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