Adnextorsion: Welche Parameter helfen bei der Diagnose? Dazu wurde eine retrospektive Studie an Patientinnen mit Verdacht auf Adnextorsion (AT) durchgeführt. Es wurden ein klinisches und ein paraklinisches Zeichen gefunden, welche die Diagnose AT unterstützen können. Doch die Diagnose bleibt weiterhin eine Herausforderung.
Zusammenfassung
Das Ziel war das Identifizieren diagnostischer Parameter, die sich bei Patientinnen mit intraoperativ bestätigter gegenüber jenen ohne Bestätigung einer Adnextorsion (AT) unterscheiden. Die Methode war eine retrospektive Datenanalyse von 93 Patientinnen mit der Verdachtsdiagnose AT, die im Zeitraum 2006 bis Mai 2025 an der Klinik für Gynäkologie/Campus Virchow-Klinikum operiert wurden. Die Diagnose wurde in 82 von 93 Fällen bestätigt (88,2 %). In Hinblick auf Alter, BMI, sonografischer Befund, Schwangerschaftsanamnese, Hämoglobinwert und Symptomatik zeigten sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen mit und ohne AT. Lediglich die Leukozytenzahl war signifikant bei Patientinnen mit bestätigter AT erhöht und die Raumforderung war in dieser Gruppe signifikant größer. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die Diagnosestellung einer AT eine diagnostische Herausforderung in der gynäkologischen Notfallversorgung bleibt.
Autorin/Autor: L. Schröder, M. David
Der Originalbeitrag zu diesem Thema wurde veröffentlicht in chirurgische praxis 2026.



