Die solare UV-Strahlung ist ein unterschätzter Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Es besteht ein dringender Handlungsbedarf bei der Wissensvermittlung und der Umsetzung praxisnaher, realistischer und umsetzbarer Schutzmaßnahmen. Es ist essenziell, die Risiken der Sonnenstrahlung zu erkennen und effektive Präventionsmaßnahmen zu ergreifen.
Zusammenfassung
Durch solare UV-Strahlung induzierter Hautkrebs stellt eine nicht zu vernachlässigende Gefährdung dar, insbesondere für Menschen, die sich häufig im Freien aufhalten, ob in der Freizeit oder beruflich. Das Risiko kann dabei deutlich durch die konsequente Anwendung von Schutzmaßnahmen nach dem TOP-Prinzip (technische Maßnahmen [T], organisatorische Maßnahmen [O], persönlichen Schutzmaßnahmen [P]) verringert werden.
Es zeigt sich, dass für eine erfolgreiche Primärprävention von hellem Hautkrebs noch weitreichende Handlungsbedarfe bestehen. Dazu gehören in erster Linie das Auffüllen von Wissenslücken über die mögliche Gefährdung sowie das eigene Risikopotenzial, insbesondere auch mit Blick auf die sich durch klimawandelbedingte Veränderungen verstärkende Problematik. Insbesondere muss die Gefährdung für die Menschen »greifbar« gemacht werden, da sich die konkreten Folgen häufig erst nach langen Latenzzeiten manifestieren. Im gleichen Zuge müssen mögliche Schutzmaßnahmen benannt und propagiert sowie Hürden für deren Nutzung abgebaut werden. Für Arbeitgebende bedeutet dies, dass hierauf im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ein besonderes Augenmerk gelegt werden muss.
Um die Gesundheit unserer Haut und Augen zu schützen, ist es entscheidend, die Risiken der Sonnenstrahlung zu erkennen und effektive Präventionsmaßnahmen zu ergreifen – nur so können wir langfristige Schäden vermeiden und ein gesundes »UV-sicheres« Verhalten beim Aufenthalt im Freien fördern.
Autorin: C. Strehl
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