Die Insomnie bezeichnet einen anhaltend subjektiv gestörten und nicht erholsamen Schlaf mit resultierender Beeinträchtigung von Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit am Tage („insomnia disorder“ nach DSM-5). Sie stellt die zweithäufigste neuropsychiatrische Erkrankung dar. Im Gegensatz zur erhöhten Schläfrigkeit bei Schlafdeprivation ist die Insomnie durch eine übersteigerte Wachheit charakterisiert. Die subjektiven Beschwerden über mangelnde Schlafqualität sind oftmals nicht objektiv beobachtbar, was eher auf qualitative als quantitative Veränderungen des Schlafes schließen lässt. Nicht selten nimmt die Insomnie einen chronischen Verlauf und persistiert über Jahre hinweg. Die Insomnie tritt häufig komorbid mit affektiven Störungen auf und stellt ein Schlüsselsymptom dieser Erkrankungen dar. So kann die Insomnie der Depression oftmals um Jahre vorausgehen, diese als Risikofaktor begünstigen sowie die depressive Störung langfristig aufrechterhalten. Schließlich bleibt die Insomnie oftmals auch als deren Restsymptom lange nach Remission der Depression bestehen. Folglich ist die Therapie der Insomnie ein wichtiger Ansatz zur Behandlung von affektiven Störungen.
Weitere Beiträge zu diesem Thema

5-Jahres-Daten: Omaveloxolon bremst Friedreich-Ataxie nachhaltig
Ein möglichst früher Therapiebeginn mit Skyclarys™ (Omaveloxolon) kann Betroffene mit Friedreich-Ataxie (FA) langfristig mit einer signifikanten Verlangsamung der Krankheitsprogression unterstützen, bei einem gleichbleibenden Sicherheitsprofil. Diesen Schluss legen aktuelle 5-Jahres-Daten der offenen Verlängerung der MOXIe-Studie nahe.

Mehr Fälle, längere Verläufe: Essstörungen nehmen an Schwere zu
Während der COVID-19-Pandemie sind die Fallzahlen deutlich gestiegen und haben sich seither auf einem erhöhten Niveau gehalten. So hat sich die Zahl der Krankenhausbehandlungen wegen Magersucht bei Mädchen und jungen Frauen im Alter von zehn bis 17 Jahren innerhalb von 20 Jahren verdoppelt.

Menschen mit Down-Syndrom haben ein extrem hohes Alzheimer-Risiko
Menschen mit Down-Syndrom (Trisomie 21) haben ein über 90-prozentiges Alzheimer-Risiko. Der Grund liegt in einer genetischen Besonderheit: Das 21. Chromosom ist dreifach vorhanden.
