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Demenz: Das Alter beeinflusst die Prognose

Ein junger Mensch und ein alter Mensch halten sich an den Händen. Der alte Mensch trägt dabei in der Hand einen kleinen Blumenstrauß mit Gänseblümchen und Löwenzahn.

Demenz: Das Alter beeinflusst die Prognose

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Erschienen in: neuro aktuell

Eine neue systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse, die im BMJ veröffentlicht wurde, beleuchtet die komplexen Zusammenhänge zwischen Alter, Diagnosezeitpunkt und der Prognose von Menschen mit Demenz. Die Studie, durchgeführt von einem Forschungsteam der Erasmus-Universität Rotterdam, analysierte Daten von über 5,5 Millionen Patienten.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass das Alter der Patienten zum Zeitpunkt der Diagnosestellung der entscheidende Faktor für die weitere Prognose ist: Männer mit einer Demenzdiagnose im Alter von 65 Jahren haben eine mittlere Lebenserwartung von 5,7 Jahren, Frauen von 8,0 Jahren. Bei einer Diagnose mit 85 Jahren sinkt die Lebenserwartung drastisch auf 2,2 Jahre bei Männern und 4,5 Jahre bei Frauen.
Die Analyse verdeutlicht außerdem, dass der Zusammenhang zwischen Alter und Prognose von weiteren Faktoren wie Demenztyp, Geschlecht und geographischem Standort beeinflusst wird. Patienten mit Alzheimer-Demenz leben im Schnitt länger als Betroffene mit vaskulärer oder frontotemporaler Demenz. Regional zeigen sich ebenfalls Unterschiede: Die Lebenserwartung von Patienten in Asien ist um durchschnittlich 1,2 Jahre länger als in Europa oder den USA.
Die Autoren der Studie plädieren für weitere Forschungen, die sich stärker auf individuelle Faktoren wie den kognitiven Status bei Diagnosestellung oder die sozioökonomische Situation konzentrieren. Langfristig könnten solche Daten dazu beitragen, personalisierte Prognosemodelle zu entwickeln, die den individuellen Bedürfnissen von Patienten noch besser gerecht werden.

Autorin: Julina Pletziger
Zur Originalstudie kommen Sie hier.

Bilderquelle: © Ocskay-Mark

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