E-Paper

Neurologie und Psychiatrie » Schlaf » Restless-Legs-Syndrom

»

Start slow, go low – Die neue S2k-Leitlinie zum Restless Legs Syndrom

Start slow, go low – Die neue S2k-Leitlinie zum Restless Legs Syndrom

Fachartikel

Neurologie und Psychiatrie

Schlaf

Restless-Legs-Syndrom

2 MIN

Erschienen in: neuro aktuell

Im vergangenen Jahr erschien die Neufassung der Leitlinie „Restless Legs Syndrom“. Sie betont die Kontrolle und Optimierung des Eisenstoffwechsels, das frühzeitige Erkennen und Behandeln komorbider Faktoren und empfiehlt bei der Therapie ein langsames, symptomorientiertes Vorgehen. Zur Behandlung des Restless Legs Syndrom (RLS) sollte primär Eisen eingesetzt werden. Wenn unter Eisentherapie keine Verbesserung erzielt wird oder die Voraussetzungen für eine Eisentherapie nicht erfüllt sind, sind sogenannte Non-Ergot-Dopaminagonisten die Behandlung erster Wahl. Levodopa soll nicht mehr zur kontinuierlichen Therapie, sondern nur noch zu diagnostischen Zwecken und zur intermittierenden Therapie (max. 100 mg) eingesetzt werden. Wenn die Monotherapie mit einem Dopaminagonisten nicht ausreichend ist, kann eine Monotherapie mit einem Gabapentinoid oder eine Kombinationstherapie eines Dopaminagonisten mit einem Opioid und/oder einem Gabapentinoid erfolgen. Bei einer Augmentation oder Therapieversagen bei mittel- bis schwergradigem RLS können als Medikamente der zweiten Wahl Opioide wie Oxycodon/Naloxon retard oder andere Opioide (off-label use) eingesetzt werden. Cannabinoide, Magnesium und Benzodiazepine können zur Behandlung des RLS nicht empfohlen werden. Nicht medikamentöse Therapieoptionen können allein oder zusätzlich angewendet werden, Evidenz liegt für Bewegungstraining, Spinale Gleichstromstimulation und Infrarot-Lichttherapie vor. Der Einsatz von Akupunktur, pneumatischer Kompression, endovaskulärer Laserablation, Kryotherapie und Phytotherapie wird aufgrund fehlender Evidenz von der Leitlinie derzeit nicht empfohlen.

Artikel in der Vorschau sehen
Vollständigen Fachartikel auf med-search lesen

Bilderquelle: © Andrey Popov – stock.adobe.com

Weitere Beiträge zu diesem Thema

EASEE® - Implantat für medikamentenresistente fokale Epilepsien

Mehr Optionen, mehr Druck: Medizintechnik muss jetzt liefern

Pharmaservice

Wenn Epilepsiemedikamente nicht helfen, stehen viele Betroffene vor einem langen Entscheidungsprozess über wenig bekannte Therapieoptionen. Wie Medizin und Medizintechnik hier mit Forschung und Daten Orientierung geben können, zeigen Prof. Dr. Martin Holtkamp und Karl Stoklosa am Beispiel des Neuroimplantats EASEE.

Neurologie und Psychiatrie

Epilepsie

Beitrag lesen
Rosa eingefärbte Mikroglia, Symbolbild für Multiple Sklerose.

NMOSD-Diagnostik und Therapie: Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen

Fachartikel

Die Neuromyelitis-optica-Spektrum-Erkrankung (NMOSD) hat sich in den letzten Jahren von einer kaum verstandenen Variante der Multiplen Sklerose zu einer eigenständigen Autoimmunerkrankung entwickelt. Dieser Artikel beleuchtet die aktuellen Fortschritte in Diagnostik ...

Neurologie und Psychiatrie

Demyelinisierende Erkrankungen

NMOSD

Beitrag lesen
Mann mit Schlafstörung

Die nicht-motorischen Symptome der Parkinson-Krankheit

Fachartikel

Nicht-motorische Symptome sind zunehmend in den Fokus der klinisch behandelnden Ärztinnen und Ärzte als auch der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gerückt, denn sie begleiten die Parkinson-Krankheit von den ersten prodromalen Anzeichen bis in das Spätstadium, verändern ihr klinisches Profil und therapeutische Anforderungen im Krankheitsverlauf und bestimmen die Lebensqualität der Betroffenen häufig stärker als die motorische Symptomatik.

Neurologie und Psychiatrie

Bewegungsstörungen

Parkinson-Krankheit

Beitrag lesen