Die Behandlung des klassischen Hodgkin Lymphoms erlebt durch die Einführung von PD-1-Inhibitoren wie Nivolumab und Pembrolizumab einen fundamentalen Wandel. Während Chemo- und Strahlentherapie bislang die Heilungschancen von über 80–90 % ermöglichten, rückt mit der PD-1-Blockade eine zielgerichtete Immuntherapie in den Fokus, die nicht nur exzellente Ansprechraten im Rezidiv, sondern auch vielversprechende Ergebnisse in der Erstlinienbehandlung zeigt. Der Artikel beleuchtet die pathophysiologischen Grundlagen, aktuelle Studiendaten und den Stellenwert der PD-1-Inhibition im modernen Therapiestandard – und diskutiert, wie diese Innovation die Balance zwischen Wirksamkeit und Langzeittoxizität für Patientinnen und Patienten neu definiert.



