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Adipositastherapie – Wann Psychotherapie, Pharmaka oder Chirurgie?

Eine Ärztin sitzt einer übergewichtigen Patientin gegenüber und zeigt auf einen Computerbildschirm, vor ihr liegt ein Klemmbrett.

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Adipositastherapie – Wann Psychotherapie, Pharmaka oder Chirurgie?

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2 MIN

Erschienen in: chirurgische Praxis

Weltweit nimmt die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas zu und stellt eine der größten medizinischen Herausforderungen dar. Basierend auf Leitlinien und weiterführender aktueller Literatur wird die adäquate leitliniengerechte Behandlung mit den Anwendungsmöglichkeiten der Psychotherapie, Pharmakotherapie und Chirurgie in der Adipositastherapie erläutert und diskutiert.

Zusammenfassung

Die weltweit zunehmende Prävalenz von Übergewicht und Adipositas stellt heutzutage eine der größten medizinischen Herausforderungen dar. Entsprechend der deutschen S3-Leitlinie folgt die Behandlung stets einem multimodalen Ansatz bestehend aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie. Bei letzterem wird ein individualisiertes Vorgehen bestehend aus mehreren verschiedenen verhaltenstherapeutischen Elementen nicht nur zur Gewichtsreduktion, sondern auch zur Gewichtsstabilisierung empfohlen. Zudem sollten vorliegende Essstörungen sowie psychische Erkrankungen leitliniengerecht therapiert werden. Eine medikamentöse Therapie empfiehlt sich bei einem Gewichtsverlust von <5% unter Basistherapie bei einem BMI ≥30 kg/m2 oder ≥28 kg/m2 mit Risikofaktoren/Komorbiditäten. Bei den zugelassenen Medikamenten zählen Liraglutid und Semaglutid sowie Tirzepatid bei Vorliegen eines T2DM zu den effektivsten, welche jedoch alle mit gastrointestinalen Nebenwirkungen verbunden sein können. Ein bariatrischer Eingriff kann primär bei einem BMI >50 kg/m2 oder besonderer Schwere von Begleit- und Folgekrankheiten der Adipositas auch ohne vorrausgehende konservative Therapie erwogen werden. Auch bei einem BMI ≥40 kg/m2, oder einem BMI zwischen 35 und 40 kg/m2 begleitet von erheblichen Komorbiditäten, sollte die Adipositaschirurgie empfohlen werden, jedoch nur wenn die konservative multimodale Therapie als erschöpft gilt.

Autoren: M. A. Schalla, A. Stengel
Lesen Sie den Originalbeitrag zu diesem Thema in chirurgische praxis (2025).

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