Kavernome des Temporallappens sind zerebrale Gefäßfehlbildungen, die häufig epileptische Anfälle verursachen. Die räumliche Beziehung zum Hippocampus spielt eine entscheidende Rolle für die Therapieplanung und das neuropsychologische Outcome. Dieser Review beleuchtet anatomische Besonderheiten, pathophysiologische Mechanismen und evidenzbasierte Kriterien für chirurgische Eingriffe bei epileptogenen Kavernomen.
Histopathologische Befunde zerebraler Kavernome
Zerebrale kavernöse Malformationen (CCM) sind kompakte Ansammlungen von Gefäßräumen ohne dazwischenliegendes Hirnparenchym. Ihre Gefäßwände weisen eine unüblich dünne Konformität auf, ihnen fehlen Muskel- bzw. Elastizitätsschichten und sie sind meist von Hämosiderin und Gliose umgeben. CCM können sporadisch oder familiär auftreten.



